Ziel heute: die hintere Schaltung am Stadtrad meiner Frau so einstellen, dass der Übergang zwischen Gang 5 und 6 nicht mehr knirscht. Das Rad steht seit zwei Wochen schief im Keller, heute wollte ich es endlich erledigen.
Vorgehen:
- Rad in den Montageständer gespannt, Kette mit Kettenmesslehre geprüft — Verschleiß unter 0,5 %, Kassette noch in Ordnung.
- Zugjustierer am Schaltauge komplett reingedreht, dann zwei Umdrehungen raus als Ausgangspunkt.
- Schaltwerk auf kleinstes Ritzel gestellt, L-Schraube so gesetzt, dass Kettenführungsrolle und Zahnrad fluchten — Abstand ca. 1 mm, mit Taschenlampe und Auge geprüft.
- Auf größtes Ritzel hochgeschaltet, H-Schraube ebenso auf 1 mm Abstand eingestellt.
- Zugjustierer in Vierteldrehungen nachkorrigiert, bis Gänge 5 und 6 sauber schalten.
Fehler: Ich hatte vor Schritt 2 vergessen, die Klemmschraube am Schaltauge auf Anzugsmoment zu prüfen. Laut Shimano-Handbuch 4–6 Nm — die Schraube war aber nur handfest. Beim ersten Testlauf ist das Schaltwerk dadurch leicht weggewandert, der Justierer war sofort wieder falsch. Fünf Minuten Ursachensuche, dann mit Drehmomentschlüssel nachgezogen und von vorn. Ärgerlich, weil vermeidbar.
Ergebnis: Alle sieben Gänge schalten jetzt sauber durch, kein Knirschen mehr. Kettenführungsabstand am größten Ritzel liegt bei ca. 5 mm — für diesen Zweck reicht das.
Beim nächsten Mal: Klemmschrauben am Schaltauge grundsätzlich zuerst prüfen, Drehmomentschlüssel direkt bereithalten. Eine Iteration gespart.
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