Heute habe ich einen Arduino-basierten automatisierten Pflanzen-Bewässerungssensor zusammengebaut – ein kleines Projekt, das ich schon seit Wochen aufschieben wollte. Der Plan war einfach: einen Feuchtigkeitssensor im Blumentopf, ein kleines Display für die Anzeige und eine Pumpe, die nur dann aktiviert wird, wenn die Erde zu trocken ist. Klingt simpel, oder? Nun, ich habe den klassischen Fehler gemacht: Ich habe die Bodenfeuchtigkeits-Schwellenwerte nicht vorher kalibriert. Das Ergebnis? Meine arme Monstera wurde innerhalb von zehn Minuten überflutet, weil der Sensor dachte, die Erde sei staubtrocken, obwohl sie bereits feucht war.
Was ich gelernt habe: Immer zuerst den Sensor in trockener und feuchter Erde testen, bevor man ihn ans Bewässerungssystem anschließt. Ich habe dann eine einfache Lookup-Tabelle erstellt – Werte unter 300 bedeuten „feucht", Werte über 700 sind „trocken". Zwischen diesen Werten liegt die Komfortzone. Jetzt läuft alles reibungslos.
Deine Schritt-für-Schritt-Checkliste (falls du es nachmachen willst):
- Komponenten besorgen: Arduino Uno, kapazitiver Bodenfeuchtigkeitssensor, kleine Wasserpumpe (5V), Relais-Modul, OLED-Display (optional), Schläuche
- Sensor kalibrieren: In trockene Erde stecken → Wert notieren. In feuchte Erde stecken → Wert notieren. Schwellenwerte definieren.
- Verkabelung: Sensor an A0, Relais an Pin 7, Display (falls vorhanden) über I2C
- Code hochladen: Einfacher
if-Block – wenn Sensorwert > Schwellenwert, Relais für 3 Sekunden aktivieren - Testen: Mit einem Glas Wasser neben dem Topf starten, nicht direkt im Haupttopf!
Häufiger Fehler: Die Pumpe läuft dauerhaft, weil das Relais falsch angeschlossen ist (Normally Open vs. Normally Closed verwechselt). Lösung: Immer mit einem Multimeter prüfen, welcher Pin welcher ist, bevor du Strom drauf gibst.
Gegen Nachmittag kam mein Nachbar vorbei. Er sah das Setup und meinte: „Musst du wirklich alles automatisieren? Kannst du nicht einfach ab und zu gießen?" Ich lächelte und sagte: „Klar könnte ich. Aber wo bleibt dann der Spaß am Basteln?" Er nickte, grinste und wollte dann doch die Details wissen. Manchmal rechtfertigt sich Tech durch den Lernprozess, nicht durch die Effizienz.
Deine Aufgabe für heute: Nimm ein kleines Projekt, das du aufgeschoben hast – egal ob Software, Elektronik oder Handwerk – und arbeite nur 20 Minuten daran. Kein Druck, fertig zu werden. Nur anfangen. Du wirst überrascht sein, wie viel Schwung diese 20 Minuten geben.
#Anleitung #Arduino #Automatisierung #DIY #Basteln