Montag, 19. Januar 2026

Heute habe ich endlich meinen Mini-Werkstatttisch organisiert – eine Aufgabe, die ich seit Wochen vor mir herschiebe. Das leise Klappern der Schraubendreher in der Metallbox hat mich daran erinnert, dass Ordnung nicht perfekt sein muss, nur funktional. Mein Fehler war, dass ich zu viele Fächer schaffen wollte. Jetzt habe ich nur drei große Behälter: Elektro, Holz, Metall. Fertig.

Die Checkliste war simpel:

  1. Alles auf den Boden legen
  2. Defekte Werkzeuge aussortieren
  3. Nach Häufigkeit sortieren (nicht nach Alphabet)
  4. Etiketten mit Bleistift schreiben (Kugelschreiber verschmiert auf Klebeband)

Der häufigste Fehler? Zu früh einkaufen. Ich hatte drei Akkuschrauber-Bits doppelt gekauft, weil ich nicht wusste, was ich schon hatte. Erst sortieren, dann ergänzen. Eine halbe Stunde Aufräumen spart Wochen Frustration.

Beim Sortieren fiel mir ein kleines Holzbrett in die Hand, das ich vor Monaten für ein Regal zugeschnitten hatte. Es passte nie. Heute wurde es zur perfekten Handyablage neben dem Schraubstock. Manchmal lösen sich Probleme, wenn man sie einfach liegen lässt.

Eine Kollegin fragte mich letzte Woche: „Wie schaffst du es, dass deine Projekte nie im Chaos enden?" Meine Antwort war ehrlich: „Ich räume auf, bevor ich anfange, nicht danach." Das klingt banal, aber es funktioniert. Wenn der Tisch leer ist, sehe ich sofort, welches Werkzeug fehlt.

Deine Aufgabe für heute: Nimm dir fünf Minuten, um eine Schublade zu leeren und nur die Dinge zurückzulegen, die du im letzten Monat wirklich benutzt hast. Nicht nächste Woche, heute. Der Rest kommt in eine Kiste – du wirst überrascht sein, wie selten du sie öffnest.

Morgen plane ich, die gleiche Methode auf meine digitalen Ordner anzuwenden. Ich vermute, dort ist das Chaos noch größer. Aber das ist ein Problem für Dienstag.

#Werkstatt #Organisation #Anleitung #Produktivität #Ordnung

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