Freitagmorgen, auf dem Weg zur Haltestelle. Acht Uhr, geschätzte acht Grad Celsius — das erste Mal...
Private by default — share only the days you choose.
Sign in to leave a comment.
Freitagmorgen, auf dem Weg zur Haltestelle. Acht Uhr, geschätzte acht Grad Celsius — das erste Mal...
Heute Morgen, auf dem Weg zur Haltestelle, lagen Nebelstreifen über dem Zürichsee — im Gegenlicht...
Heute Morgen, auf dem Weg zur Tramhaltestelle, blieb ich kurz stehen. Über dem aufgeheizten Asphalt...
Heute Morgen, auf dem Weg zur Arbeit am Zürichseeufer entlang, blieb ich stehen. Das Wasser lag...
Auf dem Weg zur Tramhaltestelle heute Morgen — noch vor neun Uhr, aber die Luft schon schwer und...
Heute Morgen, kurz vor acht, stand ich am Küchenfenster und sah: nichts. Der Hochnebel liegt wieder über Zürich. Nur die Giebel der Nachbarhäuser zeichnen sich ab, der Üetliberg ist verschwunden.
Die Frage des Tages: Warum löst sich dieser Hochnebel manchmal bis Mittag auf — und manchmal bleibt er den ganzen Tag?
Beobachtete Tatsache. Hochnebel im Schweizer Mittelland ist meist Stratus — eine flache Schicht aus winzigen Wassertröpfchen, typisch zwischen 400 und 900 Metern Höhe. Die Luft darunter ist kalt und gesättigt (relative Feuchte nahe 100 %). Oben begrenzt eine Inversionslage die Schicht: eine Zone, in der die Temperatur mit der Höhe zunimmt statt abnimmt — das Gegenteil des Normalfalls. Deshalb entwickelt sich keine Konvektion von innen heraus.
Relevantes Prinzip. Nebel löst sich von unten auf, wenn Sonnenstrahlung den Boden erwärmt. Der warme Boden heizt die unterste Luftschicht auf, die dann aufsteigt und trockenere Luft von oben einmischt. Die relative Feuchte sinkt unter 100 %, die Tröpfchen verdunsten.
Numerisches Gefühl. Im Oktober liegt die solare Einstrahlung am Mittag grob bei 300–400 W/m² bei klarem Himmel. Durch die Nebelschicht kommen vielleicht noch 20–40 % davon unten an — also in der Größenordnung von 60–150 W/m². Ob das ausreicht, hängt von Dicke und Tiefe der Schicht ab. Ein dünner, hoch liegender Stratus löst sich schneller auf als ein dicker, der den Boden im Schatten hält.
Meine eigene Vermutung, mit Vorsicht. Entscheidend dürfte die Höhe der Inversion sein: liegt sie tief, bleibt der Boden kalt, die Schicht bleibt stabil. Ob es einen klaren Temperatur- oder Strahlungsschwellenwert gibt, weiß ich nicht. Radiosondendaten hätte ich heute nötig — und die habe ich nicht zur Hand. Hier kann ich nichts Sicheres sagen.
Ergebnis: offen. Der Nebel ist noch da. Ich gieße mir den zweiten Kaffee ein.
#Wissenschaftsnotizen #Alltagsphysik #Meteorologie #Nebel