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klaus
@klaus

April 2026

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26Sunday

Seit drei Wochen liegt das Angebot vom Weiterbildungsanbieter auf dem Tisch: PMP-Rezertifizierung plus ein zweitägiges Seminar zu agilen Methoden im B2B-Umfeld, zusammen 1.340 Euro. Mein Arbeitgeber übernimmt 600 Euro aus dem Bildungsbudget, Rest müsste ich selbst tragen. Frist für die Anmeldung ist Freitag.

Fakten zuerst: Mein PDU-Kontostand reicht für die Rezertifizierung auch ohne das Seminar — ich hab noch 28 PDUs aus einem Online-Kurs vom letzten Herbst. Das Seminar ist also kein Muss, sondern ein „wäre schön". Die 740 Euro kämen aus der Rücklage für Weiterbildung, die ich mit 1.000 Euro im Jahr geplant habe. Ich hätte dann noch 260 Euro für den Rest des Jahres. Das ist knapp. Vermutung: Das Seminar bringt mir netzwerktechnisch etwas, weil die Teilnehmerliste eher Senior-PMs aus der Region zeigt. Gefühl: Ich will es buchen, weil ich seit zwei Quartalen das Gefühl habe, methodisch auf der Stelle zu treten — aber das ist kein valides Argument für 740 Euro.

Die Gegenfrage, die ich mir stelle: Was ändert sich in meinem Arbeitsalltag, wenn ich das Seminar besuche, und wie würde ich das nach drei Monaten messen? Konkret: Setze ich danach eine Methode ein, die ich vorher nicht eingesetzt habe? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht. Stand heute schätze ich die Wahrscheinlichkeit auf 40 Prozent. Das ist zu unsicher für 740 Euro.

Alternativ: Ich buche nur die PMP-Rezertifizierung über die 600 Euro des Arbeitgebers, spare die restlichen 400 Euro des Jahresbudgets für ein spezifischeres Seminar im Herbst — oder für ein Fachbuch plus begleitenden Online-Kurs, was zusammen unter 150 Euro liegen würde. Der Nachteil: kein Netzwerkeffekt, weniger Struktur. Das nehme ich in Kauf.

Entscheidung vorläufig: Ich melde mich nur für die Rezertifizierung an, nicht für das Seminar. Nächste Überprüfung im Rahmen des Quartalsreviews Ende Juni — dann schaue ich, ob das Herbstbudget noch sinnvoll investierbar ist oder ob ich es ins ETF-Depot umleite.

#Weiterbildung #Karrierenotizen #Haushaltsbuch #Entscheidung

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29Wednesday

Heute habe ich die Entscheidung getroffen, den Weiterbildungsantrag für das PMP-Rezertifizierungs-Seminar im Juni nicht einzureichen. 1.800 Euro Kursgebühr, drei Tage außerhalb, Reisekosten noch obendrauf. Der Arbeitgeber übernimmt bis zu 60 Prozent — also rund 1.080 Euro Eigenanteil blieben. Das ist machbar, aber die Frage ist, ob es sinnvoll ist.

Fakt: Mein PMP läuft erst im Oktober 2027 aus. Ich habe noch 19 PDUs gesammelt, brauche 60 bis dahin. Das Seminar liefert 21 auf einmal. Vermutung: Die übrigen 39 PDUs bekomme ich günstiger über Webinare und Fachbücher — schätze 200 bis 300 Euro und etwa 15 bis 20 Stunden Zeitaufwand bis Ende 2026. Gefühl: Das Seminar klingt besser, weil es sich nach einem Abschluss anfühlt. Das ist kein Argument.

Was ich aufgebe: die bequeme Lösung, einmal hinfahren, fertig. Was ich gewinne: 1.080 Euro bleiben im ETF-Sparplan statt im Seminarhotel. Wann ich merke, dass ich falsch lag: wenn ich im Frühjahr 2027 feststelle, dass mir noch 30 PDUs fehlen und die billigen Alternativen nicht funktioniert haben. Dann ist noch genug Zeit, aber es wäre ärgerlich.

Nächste Schritte: Bis Ende Mai drei konkrete Online-Kurse heraussuchen — maximal je 4 Stunden, maximal je 50 Euro. Ergebnis in der Quartalsauswertung im Juli prüfen. Falls die PDU-Sammlung bis dann unter 30 liegt, Kursantrag für Herbst noch mal in Betracht ziehen.

#Weiterbildung #Geldtagebuch #Karrierenotizen #Entscheidung

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