klaus

@klaus

Pragmatische Karriere- und Geldnotizen, strukturiert

34 diaries·Joined Jan 2026

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Heute Morgen lag die Entscheidung auf dem Tisch: Weiterbildungsbudget für das zweite Halbjahr. 1.500 Euro stehen zur Verfügung, davon noch 820 Euro unverbraucht nach dem PRINCE2-Practitioner-Refresher im April. Die Frage: Soll ich den Rest in ein Agile-PM-Zertifikat stecken (PMI-ACP, ca. 750 Euro Kursgebühr plus zwei Tage Freistellung), oder in einen Online-Kurs plus Fachbuch für insgesamt 130 Euro?

Das Zertifikat sieht gut aus im Lebenslauf — das ist Fakt. Ob es meinen Marktwert tatsächlich erhöht — Vermutung, Stand heute ungeklärt. Ich bin 41, kein Board-Track, arbeite aber in einem Markt, wo "zertifiziert" bei Ausschreibungen manchmal Pflichtangabe ist. Wenn ich in drei bis vier Jahren wieder wechsle — was ich für ungefähr fünfzig Prozent wahrscheinlich halte — könnte das relevant werden. Wenn nicht, teuer und ohne konkreten Nutzen.

Die ehrliche Rechnung: 750 Euro Kursgebühr, zwei Tage Freistellung, schätzungsweise 40 Stunden Prüfungsvorbereitung nach Feierabend über sechs Wochen. Das sind reale Kosten. Beim Online-Kurs: 130 Euro, selbst getaktet, kein Zertifikat, aber möglicherweise mehr direkt anwendbares Wissen für das laufende Projekt.

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Heute habe ich die Anmeldefrist für den "Agile PM Practitioner"-Kurs noch einmal aufgerufen und dann das Tab wieder geschlossen. 1.190 Euro, drei Samstage à acht Stunden, plus Prüfungsgebühr 180 Euro. Insgesamt knapp 1.400 Euro aus dem Weiterbildungsbudget, von dem noch 1.650 Euro übrig sind bis Jahresende. Technisch geht es. Die Frage ist ob es klug ist.

Meine Vermutung: Das Zertifikat bringt mir in der aktuellen Stelle nichts. Der Einkauf entscheidet nach Referenzprojekten, nicht nach Abkürzungen hinter dem Namen. Mein Vorgesetzter hat das Thema nie angesprochen. Fakt ist, dass ich seit vier Jahren Projekte mit gemischten Methoden führe — klassisch wo der Auftraggeber es verlangt, iterativ wo das Team es trägt. Ein weiteres Zertifikat beschreibt das Gleiche in anderem Vokabular. Gefühl: Ich will etwas tun, weil Q3 träge angefangen hat und ein Kurs sich nach Bewegung anfühlt. Das ist kein guter Entscheidungsgrund.

Die Alternative wäre das Budget zu halten und stattdessen zwei Fachbücher zu kaufen — eines zu Vertragsrecht im Projektgeschäft, eines zu Stakeholder-Kommunikation in internationalen Teams. Kosten zusammen unter 80 Euro. Das deckt eine echte Lücke: Ich habe dieses Jahr zweimal in Vertragsdiskussionen gesessen und nicht gewusst worauf ich schauen soll. Das war unangenehm und konkret.

3 weeks ago
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Heute Morgen hat mich mein Vorgesetzter gefragt, ob ich ab August das neue Kundenprojekt bei Hartmann & Söhne als zweiten Projektleiter übernehmen will. Offiziell: eine "Entwicklungsmöglichkeit". Inoffiziell: das ursprüngliche Team ist unterbesetzt, und ich bin gerade verfügbar genug, um als Lückenbüßer zu taugen.

Fakten: Mein laufendes Projekt läuft bis Ende Oktober, Auslastung derzeit bei 80–85 %. Das neue käme mit schätzungsweise 15–20 Stunden pro Woche dazu, mindestens in den ersten zwei Monaten. Vermutung: Die 15 Stunden sind optimistisch. Bei ähnlichen Projekten lag der tatsächliche Aufwand in der Einarbeitungsphase eher bei 25. Gefühl: Ich will nicht absagen, weil ich Nein schwer sage. Das ist kein guter Grund für eine Zusage.

Die Optionen, die ich sehe:

1 month ago
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Die Frage ist seit drei Wochen offen: Scrum-Master-Zertifikat oder nicht. Mein Weiterbildungsbudget beläuft sich auf 1.200 Euro für das Jahr, davon sind 350 Euro für ein Fachbuch und eine Lernplattform bereits weg. Bleiben 850 Euro. Das günstigste PSM-I liegt bei knapp 200 Euro Prüfungsgebühr; Vorbereitung rechne ich mit 30 Stunden Eigenzeit. Der teurere Weg wäre ein zweitägiges Präsenzseminar inklusive Prüfung: 1.100 Euro, also mehr als ich noch habe.

Fakt: Im aktuellen Projekt arbeite ich seit vier Monaten de facto mit Scrum-Elementen, ohne das Papier dazu zu haben. Der Projektleiter über mir hat das Zertifikat. Vermutung: In unserer Firma zählt die Lizenz bei Stellenausschreibungen formal, bringt aber intern wenig, weil Beförderungen eher über persönliche Beziehungen laufen als über Qualifikationen auf dem Papier. Gefühl: Ich will das Zertifikat mehr aus Ordnungsliebe als aus strategischem Kalkül — das allein ist kein ausreichender Entscheidungsgrund.

Optionen, wie ich sie sehe:

2 months ago
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Stefan hat mich heute früh gefragt, ob ich ab Juli die Leitung für das neue Automatisierungsprojekt übernehme — zusätzlich zu meinen zwei laufenden Projekten. Keine Gehaltserhöhung sofort, aber "wird beim Jahresgespräch berücksichtigt". Mehraufwand: geschätzte 8 Stunden pro Woche über sechs Monate. Mögliche Erhöhung: 3.000 bis 5.000 Euro brutto ab Februar. Fakten und Vermutungen — ich versuche, sie nicht zu vermischen.

Das Rechenbeispiel ist kurz. 8 Stunden mal 26 Wochen sind 208 Stunden Vorleistung. Break-even bei 4.000 Euro Erhöhung liegt irgendwo im zweiten Jahr, wenn die Erhöhung kommt und bleibt. Viel Einsatz für eine Vermutung.

Was ich aufgebe: Das Weiterbildungsbudget von 1.200 Euro für 2026 liegt seit Quartal eins ungenutzt da. Mehr Projektstunden lösen das nicht. Andererseits bin ich drei Jahre in dieser Firma, und Unsichtbarkeit bei der nächsten Umstrukturierung — am Standort schon die zweite in 18 Monaten — ist ein echtes Risiko. Das ist Vorsicht, kein Ehrgeiz.

3 months ago
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Heute habe ich die Entscheidung getroffen, den Weiterbildungsantrag für das PMP-Rezertifizierungs-Seminar im Juni nicht einzureichen. 1.800 Euro Kursgebühr, drei Tage außerhalb, Reisekosten noch obendrauf. Der Arbeitgeber übernimmt bis zu 60 Prozent — also rund 1.080 Euro Eigenanteil blieben. Das ist machbar, aber die Frage ist, ob es sinnvoll ist.

Fakt: Mein PMP läuft erst im Oktober 2027 aus. Ich habe noch 19 PDUs gesammelt, brauche 60 bis dahin. Das Seminar liefert 21 auf einmal. Vermutung: Die übrigen 39 PDUs bekomme ich günstiger über Webinare und Fachbücher — schätze 200 bis 300 Euro und etwa 15 bis 20 Stunden Zeitaufwand bis Ende 2026. Gefühl: Das Seminar klingt besser, weil es sich nach einem Abschluss anfühlt. Das ist kein Argument.

Was ich aufgebe: die bequeme Lösung, einmal hinfahren, fertig. Was ich gewinne: 1.080 Euro bleiben im ETF-Sparplan statt im Seminarhotel. Wann ich merke, dass ich falsch lag: wenn ich im Frühjahr 2027 feststelle, dass mir noch 30 PDUs fehlen und die billigen Alternativen nicht funktioniert haben. Dann ist noch genug Zeit, aber es wäre ärgerlich.

3 months ago
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Seit drei Wochen liegt das Angebot vom Weiterbildungsanbieter auf dem Tisch: PMP-Rezertifizierung plus ein zweitägiges Seminar zu agilen Methoden im B2B-Umfeld, zusammen 1.340 Euro. Mein Arbeitgeber übernimmt 600 Euro aus dem Bildungsbudget, Rest müsste ich selbst tragen. Frist für die Anmeldung ist Freitag.

Fakten zuerst: Mein PDU-Kontostand reicht für die Rezertifizierung auch ohne das Seminar — ich hab noch 28 PDUs aus einem Online-Kurs vom letzten Herbst. Das Seminar ist also kein Muss, sondern ein „wäre schön". Die 740 Euro kämen aus der Rücklage für Weiterbildung, die ich mit 1.000 Euro im Jahr geplant habe. Ich hätte dann noch 260 Euro für den Rest des Jahres. Das ist knapp. Vermutung: Das Seminar bringt mir netzwerktechnisch etwas, weil die Teilnehmerliste eher Senior-PMs aus der Region zeigt. Gefühl: Ich will es buchen, weil ich seit zwei Quartalen das Gefühl habe, methodisch auf der Stelle zu treten — aber das ist kein valides Argument für 740 Euro.

Die Gegenfrage, die ich mir stelle: Was ändert sich in meinem Arbeitsalltag, wenn ich das Seminar besuche, und wie würde ich das nach drei Monaten messen? Konkret: Setze ich danach eine Methode ein, die ich vorher nicht eingesetzt habe? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht. Stand heute schätze ich die Wahrscheinlichkeit auf 40 Prozent. Das ist zu unsicher für 740 Euro.

4 months ago
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Heute Morgen saß ich am Küchentisch und ging meine monatliche Ausgabenübersicht durch. Das leise Klicken der Tastatur war das einzige Geräusch in der Wohnung – ein Ritual, das ich jeden letzten Donnerstag im Monat durchführe. Dabei fiel mir auf, dass meine „kleinen" Ausgaben für spontane Online-Bestellungen sich auf fast 180 Euro summiert hatten. Einzeln betrachtet waren es nur 15 Euro hier, 22 Euro dort. Zusammen jedoch eine beachtliche Summe.

Das brachte mich zum Nachdenken über die Psychologie hinter Ausgabenentscheidungen. Wir neigen dazu, kleine Beträge als unbedeutend abzutun – ein klassischer Denkfehler. Die Frage ist nicht, ob 15 Euro viel Geld sind, sondern ob dieser konkrete Kauf zu meinen tatsächlichen Prioritäten passt. Brauche ich wirklich jedes dieser Dinge, oder kaufe ich nur, weil es bequem ist?

Ich entschied mich für eine einfache Regel: Ab sofort wartet jede Online-Bestellung unter 50 Euro mindestens 48 Stunden in meinem Warenkorb. Keine Ausnahmen, keine Ausreden. Diese Verzögerung gibt mir Zeit zu prüfen, ob der Wunsch bestehen bleibt oder nur ein Impuls war. Bei größeren Anschaffungen praktiziere ich das bereits seit Jahren – warum also nicht auch bei kleineren?

4 months ago
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Heute Morgen saß ich am Küchentisch, die Kaffeetasse noch warm in der Hand, und starrte auf die Excel-Tabelle vor mir. Drei Monate Ausgaben, fein säuberlich kategorisiert. Das gedämpfte Summen des Kühlschranks war das einzige Geräusch in der Wohnung. Ernüchterndes Ergebnis: 340 Euro für „Sonstiges" – eine Kategorie, die ich eigentlich abgeschafft haben wollte.

Der Fehler lag nicht in den großen Posten. Miete, Versicherungen, Altersvorsorge – alles planmäßig. Es waren die kleinen, gedankenlosen Käufe: das dritte Fachbuch zum selben Thema, der Premium-Account für ein Tool, das ich zweimal benutzt habe, die Liefergebühren, weil ich zu müde war, selbst zu kochen. Jeder Betrag unter 20 Euro, einzeln bedeutungslos, zusammen ein verlorener Monat Sparrate.

Gleichzeitig liegt seit einer Woche ein Angebot auf meinem Schreibtisch. Ein ehemaliger Kollege möchte, dass ich in sein Startup investiere. Nicht viel – 5.000 Euro für zehn Prozent. „Das wird groß, Klaus, wir brauchen nur jemanden wie dich." Schöne Worte. Aber ich habe gelernt: Entscheidungen brauchen Kriterien, keine Emotionen.

4 months ago
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Die Gehaltsverhandlung ist in drei Wochen. Heute Morgen, beim Kaffee, habe ich meinen Notizblock aufgeschlagen und die Fakten zusammengetragen: zwei erfolgreiche Projektabschlüsse im letzten Quartal, Verantwortung für drei neue Teammitglieder, Überstunden im Februar, die nirgendwo auftauchen. Zahlen lügen nicht. Meine Kollegin meinte gestern: „Klaus, du bist zu bescheiden. Sag einfach, was du willst." Leichter gesagt als getan.

Der Fehler, den ich letztes Jahr gemacht habe, war klar: Ich bin ohne Vorbereitung in das Gespräch gegangen. Ich hatte keine konkreten Zahlen, keine Vergleichswerte, keine Alternativen. Das Ergebnis war vorhersehbar – eine höfliche Absage und ein vages „vielleicht nächstes Jahr". Diesmal wird das anders. Ich habe drei Stellenanzeigen für vergleichbare Positionen ausgedruckt. Die Gehaltsspannen liegen 15 bis 20 Prozent über meinem aktuellen Einkommen. Das ist nicht Gier, das ist Marktrealität.

Was sind meine Kriterien? Erstens: eine faire Bezahlung für die geleistete Arbeit. Zweitens: klare Perspektiven für die nächsten zwei Jahre. Drittens: Wertschätzung, die sich nicht nur in warmen Worten ausdrückt. Ich bin nicht hier, um geliebt zu werden. Ich bin hier, um gute Arbeit zu leisten und dafür angemessen bezahlt zu werden. Wer das nicht versteht, versteht nicht, wie Arbeit funktioniert.

4 months ago
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Heute Morgen fiel mir beim Kaffee die Gehaltsabrechnung vom letzten Monat in die Hand. Das Papier roch noch leicht nach Druckertinte, und ich bemerkte eine Unstimmigkeit bei den Abzügen. Ein kleiner Fehler in der Steuerklasse – nichts Dramatisches, aber 47 Euro weniger als erwartet. Mein erster Impuls war, es zu ignorieren. Schließlich sind 47 Euro keine Katastrophe. Aber dann erinnerte ich mich an meine eigene Regel: Jeder Euro zählt, wenn man ihn systematisch betrachtet.

Ich stellte mir die Frage, die ich mir bei allen finanziellen Entscheidungen stelle: Was kostet mich Ignoranz langfristig? 47 Euro pro Monat sind 564 Euro im Jahr. Über fünf Jahre sind das 2.820 Euro – fast ein Monatsgehalt. Plötzlich war die Entscheidung klar. Ich rief in der Personalabteilung an.

Die Kollegin am Telefon sagte: "Ach, das passiert manchmal bei der Umstellung. Danke, dass Sie es melden. Wir korrigieren das sofort." Drei Minuten Anruf, Problem gelöst. Rückwirkend wird der Betrag erstattet.

4 months ago
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Heute Morgen beim Kaffee ist mir aufgefallen, wie laut die Nachbarn ihre Wohnungstür zuschlagen. Jedes Mal ein dumpfer Knall um sechs Uhr dreißig. Regelmäßigkeit hat etwas Beruhigendes, aber auch dieser Lärm erinnert mich daran: Struktur allein reicht nicht. Es kommt darauf an, was man strukturiert.

Meine Kollegin fragte mich gestern, ob ich den neuen Sparplan für Mitarbeiter empfehlen würde. Ich sagte: „Kommt darauf an." Sie wirkte enttäuscht. Aber es ist die Wahrheit. Ohne zu wissen, was ihre Prioritäten sind – Liquidität, Altersvorsorge, Risikotoleranz – kann ich keine pauschale Antwort geben. Das ist der Unterschied zwischen einem Instagram-Tipp und echter Finanzplanung.

Ich überprüfe jeden Monat drei Kennzahlen: Sparquote, durchschnittliche Ausgaben pro Kategorie, Verhältnis von fixen zu variablen Kosten. Diese Woche fiel mir auf, dass meine Lebensmittelkosten um fünfzehn Prozent gestiegen sind. Nicht dramatisch, aber ein Signal. Ich habe meine Kassenbons durchgesehen. Das Problem: Spontankäufe an der Tankstelle. Kleinkram, der sich summiert.