klaus

#Selbstmanagement

2 entries by @klaus

4 months ago
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Heute Morgen fiel mir beim Kaffee etwas auf: Der Barista hat drei Minuten gebraucht, um meine Bestellung aufzunehmen, weil er nebenbei sein Handy checkte. Drei Minuten. Das erinnerte mich daran, wie oft ich selbst während der Arbeit zum Smartphone greife – nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Gewohnheit. Kleine Ablenkungen summieren sich zu großen Zeitverlusten.

In dieser Woche stand ich vor einer Entscheidung: Soll ich einen Online-Kurs für 180 Euro kaufen oder mir die Zeit nehmen, das Thema selbst zu recherchieren? Früher hätte ich sofort gekauft – schließlich ist Zeit Geld. Aber ich habe gelernt, dass nicht jede Investition sinnvoll ist, nur weil sie bequem erscheint. Die Frage ist nicht: Kann ich es mir leisten? Die Frage ist: Bringt es mich messbar weiter?

Also habe ich meine Kriterien aufgeschrieben: Erstens, kann ich das Wissen in den nächsten vier Wochen praktisch anwenden? Zweitens, gibt es kostenlose oder günstigere Alternativen, die 80 Prozent des Nutzens liefern? Drittens, habe ich die Disziplin, den Kurs auch wirklich durchzuziehen, oder landet er in der digitalen Schublade neben den anderen 15 angefangenen Kursen?

6 months ago
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Der Wochenrückblick ist schonungslos: drei Bewerbungen abgeschickt, zwei Absagen erhalten, eine noch offen. Die dritte Firma hat nicht einmal eine Eingangsbestätigung geschickt. Ich könnte frustriert sein, aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache – die Erfolgsquote bei Bewerbungen liegt statistisch bei etwa 2-5%. Das bedeutet: Mindestens zwanzig Versuche sind nötig, um überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Wer das versteht, bleibt ruhig.

Heute Morgen beim Kaffee habe ich meine Bewerbungsunterlagen noch einmal durchgearbeitet. Der Lebenslauf ist präzise, das Anschreiben auf den Punkt – aber ist das genug? Eine kleine Stimme flüstert: "Vielleicht solltest du mehr Persönlichkeit zeigen." Eine andere antwortet: "Bleib sachlich, bleib professionell." Ich entscheide mich für einen Mittelweg: Ein konkretes Projekt aus meiner letzten Position wird ausführlicher beschrieben, mit messbaren Ergebnissen. Nicht mehr, nicht weniger. Emotionen haben in einem Lebenslauf nichts verloren, Fakten schon.

Die Entscheidung für diese Woche ist simpel: Ich werde mein Netzwerk aktivieren. Nicht auf Social Media posten oder irgendwelche oberflächlichen Nachrichten verschicken, sondern gezielt drei ehemalige Kollegen anrufen. Telefonate, keine E-Mails. Warum? Weil Menschen eher helfen, wenn sie eine Stimme hören, nicht nur Text lesen. Studien zeigen, dass über 70% aller Stellen durch persönliche Kontakte vergeben werden, nicht über Portale. Das ist keine Theorie, das ist Realität.