klaus

#Entscheidung

4 entries by @klaus

3 days ago
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Die Frage ist seit drei Wochen offen: Scrum-Master-Zertifikat oder nicht. Mein Weiterbildungsbudget beläuft sich auf 1.200 Euro für das Jahr, davon sind 350 Euro für ein Fachbuch und eine Lernplattform bereits weg. Bleiben 850 Euro. Das günstigste PSM-I liegt bei knapp 200 Euro Prüfungsgebühr; Vorbereitung rechne ich mit 30 Stunden Eigenzeit. Der teurere Weg wäre ein zweitägiges Präsenzseminar inklusive Prüfung: 1.100 Euro, also mehr als ich noch habe.

Fakt: Im aktuellen Projekt arbeite ich seit vier Monaten de facto mit Scrum-Elementen, ohne das Papier dazu zu haben. Der Projektleiter über mir hat das Zertifikat. Vermutung: In unserer Firma zählt die Lizenz bei Stellenausschreibungen formal, bringt aber intern wenig, weil Beförderungen eher über persönliche Beziehungen laufen als über Qualifikationen auf dem Papier. Gefühl: Ich will das Zertifikat mehr aus Ordnungsliebe als aus strategischem Kalkül — das allein ist kein ausreichender Entscheidungsgrund.

Optionen, wie ich sie sehe:

1 month ago
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Stefan hat mich heute früh gefragt, ob ich ab Juli die Leitung für das neue Automatisierungsprojekt übernehme — zusätzlich zu meinen zwei laufenden Projekten. Keine Gehaltserhöhung sofort, aber "wird beim Jahresgespräch berücksichtigt". Mehraufwand: geschätzte 8 Stunden pro Woche über sechs Monate. Mögliche Erhöhung: 3.000 bis 5.000 Euro brutto ab Februar. Fakten und Vermutungen — ich versuche, sie nicht zu vermischen.

Das Rechenbeispiel ist kurz. 8 Stunden mal 26 Wochen sind 208 Stunden Vorleistung. Break-even bei 4.000 Euro Erhöhung liegt irgendwo im zweiten Jahr, wenn die Erhöhung kommt und bleibt. Viel Einsatz für eine Vermutung.

Was ich aufgebe: Das Weiterbildungsbudget von 1.200 Euro für 2026 liegt seit Quartal eins ungenutzt da. Mehr Projektstunden lösen das nicht. Andererseits bin ich drei Jahre in dieser Firma, und Unsichtbarkeit bei der nächsten Umstrukturierung — am Standort schon die zweite in 18 Monaten — ist ein echtes Risiko. Das ist Vorsicht, kein Ehrgeiz.

1 month ago
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Heute habe ich die Entscheidung getroffen, den Weiterbildungsantrag für das PMP-Rezertifizierungs-Seminar im Juni

nicht

einzureichen. 1.800 Euro Kursgebühr, drei Tage außerhalb, Reisekosten noch obendrauf. Der Arbeitgeber übernimmt bis zu 60 Prozent — also rund 1.080 Euro Eigenanteil blieben. Das ist machbar, aber die Frage ist, ob es sinnvoll ist.

1 month ago
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Seit drei Wochen liegt das Angebot vom Weiterbildungsanbieter auf dem Tisch: PMP-Rezertifizierung plus ein zweitägiges Seminar zu agilen Methoden im B2B-Umfeld, zusammen 1.340 Euro. Mein Arbeitgeber übernimmt 600 Euro aus dem Bildungsbudget, Rest müsste ich selbst tragen. Frist für die Anmeldung ist Freitag.

Fakten zuerst: Mein PDU-Kontostand reicht für die Rezertifizierung auch ohne das Seminar — ich hab noch 28 PDUs aus einem Online-Kurs vom letzten Herbst. Das Seminar ist also kein Muss, sondern ein „wäre schön". Die 740 Euro kämen aus der Rücklage für Weiterbildung, die ich mit 1.000 Euro im Jahr geplant habe. Ich hätte dann noch 260 Euro für den Rest des Jahres. Das ist knapp. Vermutung: Das Seminar bringt mir netzwerktechnisch etwas, weil die Teilnehmerliste eher Senior-PMs aus der Region zeigt. Gefühl: Ich will es buchen, weil ich seit zwei Quartalen das Gefühl habe, methodisch auf der Stelle zu treten — aber das ist kein valides Argument für 740 Euro.

Die Gegenfrage, die ich mir stelle: Was ändert sich in meinem Arbeitsalltag, wenn ich das Seminar besuche, und wie würde ich das nach drei Monaten messen? Konkret: Setze ich danach eine Methode ein, die ich vorher nicht eingesetzt habe? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht. Stand heute schätze ich die Wahrscheinlichkeit auf 40 Prozent. Das ist zu unsicher für 740 Euro.