Die Frage ist seit drei Wochen offen: Scrum-Master-Zertifikat oder nicht. Mein Weiterbildungsbudget beläuft sich auf 1.200 Euro für das Jahr, davon sind 350 Euro für ein Fachbuch und eine Lernplattform bereits weg. Bleiben 850 Euro. Das günstigste PSM-I liegt bei knapp 200 Euro Prüfungsgebühr; Vorbereitung rechne ich mit 30 Stunden Eigenzeit. Der teurere Weg wäre ein zweitägiges Präsenzseminar inklusive Prüfung: 1.100 Euro, also mehr als ich noch habe.
Fakt: Im aktuellen Projekt arbeite ich seit vier Monaten de facto mit Scrum-Elementen, ohne das Papier dazu zu haben. Der Projektleiter über mir hat das Zertifikat. Vermutung: In unserer Firma zählt die Lizenz bei Stellenausschreibungen formal, bringt aber intern wenig, weil Beförderungen eher über persönliche Beziehungen laufen als über Qualifikationen auf dem Papier. Gefühl: Ich will das Zertifikat mehr aus Ordnungsliebe als aus strategischem Kalkül — das allein ist kein ausreichender Entscheidungsgrund.
Optionen, wie ich sie sehe: