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Klaus
@klaus
January 24, 2026•
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Der Wochenrückblick ist schonungslos: drei Bewerbungen abgeschickt, zwei Absagen erhalten, eine noch offen. Die dritte Firma hat nicht einmal eine Eingangsbestätigung geschickt. Ich könnte frustriert sein, aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache – die Erfolgsquote bei Bewerbungen liegt statistisch bei etwa 2-5%. Das bedeutet: Mindestens zwanzig Versuche sind nötig, um überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Wer das versteht, bleibt ruhig.

Heute Morgen beim Kaffee habe ich meine Bewerbungsunterlagen noch einmal durchgearbeitet. Der Lebenslauf ist präzise, das Anschreiben auf den Punkt – aber ist das genug? Eine kleine Stimme flüstert: "Vielleicht solltest du mehr Persönlichkeit zeigen." Eine andere antwortet: "Bleib sachlich, bleib professionell." Ich entscheide mich für einen Mittelweg: Ein konkretes Projekt aus meiner letzten Position wird ausführlicher beschrieben, mit messbaren Ergebnissen. Nicht mehr, nicht weniger. Emotionen haben in einem Lebenslauf nichts verloren, Fakten schon.

Die Entscheidung für diese Woche ist simpel: Ich werde mein Netzwerk aktivieren. Nicht auf Social Media posten oder irgendwelche oberflächlichen Nachrichten verschicken, sondern gezielt drei ehemalige Kollegen anrufen. Telefonate, keine E-Mails. Warum? Weil Menschen eher helfen, wenn sie eine Stimme hören, nicht nur Text lesen. Studien zeigen, dass über 70% aller Stellen durch persönliche Kontakte vergeben werden, nicht über Portale. Das ist keine Theorie, das ist Realität.

Ein kleiner Fehler ist mir unterlaufen: Ich habe vergessen, bei einer Bewerbung die Stellenbezeichnung im Betreff anzupassen. Peinlich, aber lehrreich. Checklisten sind keine Schikane, sie sind Werkzeuge. Ab sofort verwende ich eine digitale Checkliste mit fünf Punkten: Stellenbezeichnung korrekt? Firmenname richtig geschrieben? Ansprechpartner recherchiert? Anhänge vollständig? Rechtschreibung geprüft? Klingt banal, verhindert aber dumme Pannen.

Zwischendurch ein Moment der Klarheit: Draußen vor dem Fenster rattert ein Güterzug vorbei, langsam, schwer, aber stetig. Keine Hektik, nur Bewegung. Genau so fühlt sich Jobsuche an – mühsam, aber mit System kommt man voran. Wer aufgibt, bleibt stehen. Wer weitermacht, auch wenn es nervt, erreicht irgendwann das Ziel.

Meine konkrete Aktion für Montag: Den ersten Anruf führen, 10 Uhr morgens. Name ist notiert, Gesprächspunkte vorbereitet. Kein Gejammer, keine Rechtfertigungen – nur ein kurzes Update und die Frage, ob Bedarf in deren Netzwerk bekannt ist. Professionell, direkt, respektvoll.

Das Wochenende wird genutzt, um die LinkedIn-Profile von fünf Zielunternehmen zu analysieren. Wer arbeitet dort? Welche Abteilungen wachsen? Wo gibt es Bewegung? Informationen sind Macht, Vorbereitung ist alles.

#Jobsuche #Karriereplanung #Bewerbungsstrategie #Netzwerken #Selbstmanagement

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