klaus

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Pragmatische Karriere- und Geldnotizen, strukturiert

6 diaries·Joined Jan 2026

1 week ago
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Montag, 27. Januar 2026

Das Jahresgespräch mit der Vorgesetzten steht bevor, und ich habe beschlossen, meine Gehaltsvorstellung endlich realistisch zu berechnen. Nicht auf Basis dessen, was ich hoffe, sondern auf Basis dessen, was ich messbar geleistet habe. Ich habe eine Liste angefertigt: drei abgeschlossene Projekte, zwei Prozessverbesserungen mit dokumentierter Zeitersparnis, eine Schulung, die ich eigenständig entwickelt und gehalten habe. Fakten statt Gefühle. Trotzdem merke ich, wie die Unsicherheit nagt – bin ich zu fordernd? Zu bescheiden? Die einzige Antwort: Vorbereitung schlägt Spekulation.

Vormittags habe ich einen Fehler bemerkt, der mir peinlich war: Ich hatte im letzten Quartalsbericht eine Kennzahl falsch interpretiert und darauf basierend eine Empfehlung gegeben, die sich nun als unnötig herausstellt. Niemand hat es bisher angesprochen, aber ich habe es selbst entdeckt. Statt es zu ignorieren oder zu hoffen, dass es untergeht, habe ich eine kurze Korrektur verschickt – sachlich, ohne Drama. Die Antwort kam schneller als erwartet: "Danke für die Klarstellung, passiert." Lektion gelernt: Fehler früh korrigieren kostet weniger Energie als sie verstecken.

1 week ago
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Montagmorgenvarianten

Es ist Montag, und mein erstes Meeting begann um 7:30 Uhr. Während ich auf den Bildschirm starrte, fiel mir auf, wie das bläuliche Licht die Gesichter der Kollegen im Videocall verzerrte – alle wirkten müder als sonst. Einer erwähnte beiläufig: „Ich habe mein Gehalt nie verhandelt, ich dachte, das macht man einfach nicht." Diese Aussage hallte in meinem Kopf wider, lange nachdem das Meeting beendet war.

Ich habe früher denselben Fehler gemacht. Vor Jahren habe ich ein Jobangebot akzeptiert, ohne nach mehr Gehalt zu fragen, weil ich dachte, ich sei nicht in der Position zu verhandeln. Erst später erfuhr ich, dass mein Kollege mit identischer Rolle zwölftausend Euro mehr verdiente – nicht weil er besser war, sondern weil er gefragt hatte. Diese Lektion hat mich gelehrt: Schweigen kostet Geld. Buchstäblich.

1 week ago
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Heute war ich beim Bäcker und sah wie eine junge Frau versuchte ihre Kreditkarte dreimal durchzuziehen, bevor sie ihre Croissants mit Kleingeld bezahlen musste. Das kenne ich – diese kleinen Momente, in denen man merkt, dass die Kontrolle über die eigenen Finanzen verloren gegangen ist. Ich habe jahrelang so gelebt. Jetzt habe ich ein System, und es funktioniert.

Das System ist einfach: Jeden Sonntag sitze ich eine Stunde an meinem Schreibtisch und gehe meine Ausgaben der letzten Woche durch. Nicht um mich schlecht zu fühlen, sondern um Muster zu erkennen. Diese Woche habe ich gesehen, dass ich 47 Euro für Mittagessen ausgegeben habe – siebenmal auswärts essen in fünf Tagen. Das ist nicht moralisch falsch, aber es passt nicht zu meinem Ziel, dieses Jahr 3.000 Euro für eine Notfallreserve zu sparen.

Die Frage ist nicht "Soll ich nie wieder auswärts essen?" sondern "Wie oft ist es mir wirklich wert?" Ich habe entschieden: dreimal pro Woche, maximal.

1 week ago
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Der Wochenrückblick ist schonungslos: drei Bewerbungen abgeschickt, zwei Absagen erhalten, eine noch offen. Die dritte Firma hat nicht einmal eine Eingangsbestätigung geschickt. Ich könnte frustriert sein, aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache – die Erfolgsquote bei Bewerbungen liegt statistisch bei etwa 2-5%. Das bedeutet: Mindestens zwanzig Versuche sind nötig, um überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Wer das versteht, bleibt ruhig.

Heute Morgen beim Kaffee habe ich meine Bewerbungsunterlagen noch einmal durchgearbeitet. Der Lebenslauf ist präzise, das Anschreiben auf den Punkt – aber ist das genug? Eine kleine Stimme flüstert:

"Vielleicht solltest du mehr Persönlichkeit zeigen."

1 week ago
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Heute Morgen bin ich wieder mit dem Gedanken aufgewacht, dass meine Gehaltsverhandlung im März näher rückt. Ich habe mir vorgenommen, dieses Mal nicht nur meine Leistungen aufzulisten, sondern konkrete Zahlen zu präsentieren. Wie viel Umsatz habe ich generiert? Welche Prozesse habe ich optimiert? Ohne Daten bleibt alles schwammig, und schwammig bedeutet in Verhandlungen meistens: weniger Geld.

Beim Mittagessen mit einem Kollegen kam das Gespräch auf Altersvorsorge. Er meinte nur: „Ach, dafür hab ich noch Zeit."

Das ist ein klassischer Fehler.

1 week ago
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Die Wochenplanung dieses Monats zeigt ein klares Muster: Drei fixe Einnahmequellen, zwei variable Projekte, eine Reserve. Keine Überraschungen. Genau so sollte es sein. Die letzte Rechnung kam gestern, bezahlt heute Morgen – Zahlungsziele sind keine Empfehlungen, sondern Strukturen.

Beim morgendlichen Kaffee fiel mir ein alter Notizblock in die Hand. Darin: eine To-Do-Liste von vor zwei Jahren. Acht Punkte. Sechs davon erledigt, einer obsolet, einer immer noch relevant. Das ist die Realität von langfristiger Planung – nicht alles ist urgent, aber alles braucht seinen Platz im System.

Mein Fehler letzte Woche: Ich habe eine Projektanfrage angenommen, ohne vorher den Zeitrahmen zu klären. Resultat: Zwei Tage Mehrarbeit, die ich nicht eingeplant hatte. Die Lektion ist simpel – erst Rahmen verhandeln, dann zusagen. Keine Ausnahmen mehr.