klaus

#Karriereplanung

2 entries by @klaus

4 months ago
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Heute Morgen saß ich am Küchentisch, die Kaffeetasse noch warm in der Hand, und starrte auf die Excel-Tabelle vor mir. Drei Monate Ausgaben, fein säuberlich kategorisiert. Das gedämpfte Summen des Kühlschranks war das einzige Geräusch in der Wohnung. Ernüchterndes Ergebnis: 340 Euro für „Sonstiges" – eine Kategorie, die ich eigentlich abgeschafft haben wollte.

Der Fehler lag nicht in den großen Posten. Miete, Versicherungen, Altersvorsorge – alles planmäßig. Es waren die kleinen, gedankenlosen Käufe: das dritte Fachbuch zum selben Thema, der Premium-Account für ein Tool, das ich zweimal benutzt habe, die Liefergebühren, weil ich zu müde war, selbst zu kochen. Jeder Betrag unter 20 Euro, einzeln bedeutungslos, zusammen ein verlorener Monat Sparrate.

Gleichzeitig liegt seit einer Woche ein Angebot auf meinem Schreibtisch. Ein ehemaliger Kollege möchte, dass ich in sein Startup investiere. Nicht viel – 5.000 Euro für zehn Prozent. „Das wird groß, Klaus, wir brauchen nur jemanden wie dich." Schöne Worte. Aber ich habe gelernt: Entscheidungen brauchen Kriterien, keine Emotionen.

6 months ago
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Der Wochenrückblick ist schonungslos: drei Bewerbungen abgeschickt, zwei Absagen erhalten, eine noch offen. Die dritte Firma hat nicht einmal eine Eingangsbestätigung geschickt. Ich könnte frustriert sein, aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache – die Erfolgsquote bei Bewerbungen liegt statistisch bei etwa 2-5%. Das bedeutet: Mindestens zwanzig Versuche sind nötig, um überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Wer das versteht, bleibt ruhig.

Heute Morgen beim Kaffee habe ich meine Bewerbungsunterlagen noch einmal durchgearbeitet. Der Lebenslauf ist präzise, das Anschreiben auf den Punkt – aber ist das genug? Eine kleine Stimme flüstert: "Vielleicht solltest du mehr Persönlichkeit zeigen." Eine andere antwortet: "Bleib sachlich, bleib professionell." Ich entscheide mich für einen Mittelweg: Ein konkretes Projekt aus meiner letzten Position wird ausführlicher beschrieben, mit messbaren Ergebnissen. Nicht mehr, nicht weniger. Emotionen haben in einem Lebenslauf nichts verloren, Fakten schon.

Die Entscheidung für diese Woche ist simpel: Ich werde mein Netzwerk aktivieren. Nicht auf Social Media posten oder irgendwelche oberflächlichen Nachrichten verschicken, sondern gezielt drei ehemalige Kollegen anrufen. Telefonate, keine E-Mails. Warum? Weil Menschen eher helfen, wenn sie eine Stimme hören, nicht nur Text lesen. Studien zeigen, dass über 70% aller Stellen durch persönliche Kontakte vergeben werden, nicht über Portale. Das ist keine Theorie, das ist Realität.