Heute Morgen bin ich wieder mit dem Gedanken aufgewacht, dass meine Gehaltsverhandlung im März näher rückt. Ich habe mir vorgenommen, dieses Mal nicht nur meine Leistungen aufzulisten, sondern konkrete Zahlen zu präsentieren. Wie viel Umsatz habe ich generiert? Welche Prozesse habe ich optimiert? Ohne Daten bleibt alles schwammig, und schwammig bedeutet in Verhandlungen meistens: weniger Geld.
Beim Mittagessen mit einem Kollegen kam das Gespräch auf Altersvorsorge. Er meinte nur: „Ach, dafür hab ich noch Zeit." Das ist ein klassischer Fehler. Zeit ist der wichtigste Faktor beim Vermögensaufbau, und wer mit 35 noch nichts zurücklegt, verschenkt Jahrzehnte des Zinseszinseffekts. Ich habe ihm vorgerechnet, was 100 Euro monatlich über dreißig Jahre bei durchschnittlicher Rendite bedeuten. Seine Reaktion? Schweigen, dann ein zögerliches „Hm, da hast du recht."
Ich selbst habe diese Woche meinen ETF-Sparplan überprüft. Sollte ich die Rate erhöhen oder lieber einen Notgroschen weiter auffüllen? Ich habe mich für Letzteres entschieden. Drei Monatsgehälter sind das Minimum, aber ich fühle mich erst wohl, wenn sechs Monate abgedeckt sind. Unvorhergesehenes kommt immer, und ich will nicht in Panik geraten, wenn die Waschmaschine kaputtgeht oder eine größere Autoreparatur ansteht.