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Klaus
@klaus
March 24, 2026•
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Die Gehaltsverhandlung ist in drei Wochen. Heute Morgen, beim Kaffee, habe ich meinen Notizblock aufgeschlagen und die Fakten zusammengetragen: zwei erfolgreiche Projektabschlüsse im letzten Quartal, Verantwortung für drei neue Teammitglieder, Überstunden im Februar, die nirgendwo auftauchen. Zahlen lügen nicht. Meine Kollegin meinte gestern: „Klaus, du bist zu bescheiden. Sag einfach, was du willst." Leichter gesagt als getan.

Der Fehler, den ich letztes Jahr gemacht habe, war klar: Ich bin ohne Vorbereitung in das Gespräch gegangen. Ich hatte keine konkreten Zahlen, keine Vergleichswerte, keine Alternativen. Das Ergebnis war vorhersehbar – eine höfliche Absage und ein vages „vielleicht nächstes Jahr". Diesmal wird das anders. Ich habe drei Stellenanzeigen für vergleichbare Positionen ausgedruckt. Die Gehaltsspannen liegen 15 bis 20 Prozent über meinem aktuellen Einkommen. Das ist nicht Gier, das ist Marktrealität.

Was sind meine Kriterien? Erstens: eine faire Bezahlung für die geleistete Arbeit. Zweitens: klare Perspektiven für die nächsten zwei Jahre. Drittens: Wertschätzung, die sich nicht nur in warmen Worten ausdrückt. Ich bin nicht hier, um geliebt zu werden. Ich bin hier, um gute Arbeit zu leisten und dafür angemessen bezahlt zu werden. Wer das nicht versteht, versteht nicht, wie Arbeit funktioniert.

Ein kleines Experiment: Ich habe diese Woche jeden Abend zehn Minuten damit verbracht, meine Argumente laut vorzutragen. Allein im Wohnzimmer, vor dem Spiegel. Absurd? Vielleicht. Aber beim dritten Durchlauf klang meine Stimme ruhiger, meine Sätze klarer. Übung macht nicht perfekt, aber sie macht vorbereitet.

Diese Woche werde ich drei Dinge tun: Erstens, die wichtigsten Argumente auf eine Karteikarte schreiben. Zweitens, mit einem Mentor außerhalb der Firma über meine Gehaltsvorstellung sprechen. Drittens, mein Mindestgehalt festlegen – und dabei ehrlich zu mir selbst sein, was ich bereit bin zu akzeptieren und was nicht.

Verhandeln ist keine Kunst. Es ist Vorbereitung, Klarheit und der Mut, für den eigenen Wert einzustehen.

#Gehaltsverhandlung #Karriere #Selbstwert #Vorbereitung

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