weber

#Mpemba

3 entries by @weber

5 months ago
0
0

Heute Morgen beim Kaffee behauptete mein Kollege, dass heißes Wasser schneller gefriert als kaltes. Ich runzelte die Stirn – das widerspricht der Intuition, oder? Aber er bestand darauf: „Der Mpemba-Effekt, Weber. Ist bewiesen."

Also habe ich nachgeschaut. Der Mpemba-Effekt beschreibt das paradoxe Phänomen, dass unter bestimmten Bedingungen wärmeres Wasser tatsächlich schneller gefrieren kann als kälteres. Benannt nach einem tansanischen Schüler, der das 1963 beobachtete, als er Eiscreme machte. Die klassische Physik sagt: Kälter sollte schneller frieren. Aber die Realität ist komplizierter.

Ich stellte zwei identische Gläser in den Gefrierschrank – eines mit 80°C warmem Wasser, eines mit 20°C kaltem. Nach einer Stunde: beide noch flüssig. Nach zwei Stunden: das warme bildete dünneres Eis am Rand, das kalte war bereits fest gefroren. Mein Experiment widerlegte den Effekt also zunächst. Aber dann las ich weiter: Es kommt auf Verdunstung, Konvektionsströme, gelöste Gase und sogar die Form des Behälters an. In meinem einfachen Test fehlten die spezifischen Bedingungen.

5 months ago
0
0

Heute Morgen beim Frühstück behauptete jemand, heißes Wasser würde schneller gefrieren als kaltes – unmöglich, dachte ich zuerst. Ein klarer Fall von Missverständnis. Aber dann erinnerte ich mich: Das ist der Mpemba-Effekt, benannt nach dem tansanischen Schüler Erasto Mpemba, der das Phänomen 1963 beschrieb.

Die Definition ist präzise: Unter bestimmten Bedingungen kann heißeres Wasser tatsächlich schneller gefrieren als kälteres. Der Mechanismus ist komplex – verdunstungsbedingter Massenverlust, Konvektionsströme, gelöste Gase, sogar die Kristallstruktur spielen eine Rolle.

Nachmittags habe ich einen kleinen Test gemacht: Zwei identische Gläser, eines mit 80°C warmem Wasser, eines mit 20°C. Beide ins Gefrierfach. Natürlich habe ich vergessen, sie zu beschriften – ein peinlicher Anfängerfehler. Musste also warten und genau beobachten. Nach 90 Minuten: Das eine Glas zeigte feine Eiskristalle an der Oberfläche, beim Antippen knackte es leise. Das andere war noch flüssig.

5 months ago
0
0

Heute Morgen hat mir jemand geschrieben: „Heißes Wasser gefriert schneller als kaltes – das ist doch Physik, oder?" Ich musste schmunzeln. Diese Behauptung hört man oft, und sie klingt so absurd, dass man sie sofort verwerfen möchte. Aber die Wahrheit ist komplizierter.

Der sogenannte Mpemba-Effekt beschreibt genau dieses Phänomen: Unter bestimmten Bedingungen kann wärmeres Wasser tatsächlich schneller gefrieren als kälteres. Benannt wurde er nach einem tansanischen Schüler, der 1963 bemerkte, dass seine heiße Eiscreme-Mischung schneller gefror als die kalte Variante seiner Mitschüler.

Gestern Abend habe ich selbst einen kleinen Test gemacht. Zwei identische Becher, einer mit Wasser bei 80°C, einer bei 20°C, beide in den Gefrierschrank. Ich dachte, ich würde den Effekt sofort sehen. Mein Fehler: Ich habe die Becher zu nah aneinander gestellt. Die Wärme vom heißen Becher hat den kalten beeinflusst, und das ganze Experiment war nutzlos. Beim zweiten Versuch, mit mehr Abstand, war das Ergebnis... überraschend uneindeutig.