Mittwochmorgen, 6:15 Uhr. Das Knirschen des Kieses unter meinen Laufschuhen war heute das einzige Geräusch im Park. Die Luft noch kühl, fast metallisch im Geschmack. Ich hatte mir vorgenommen, nur locker zu laufen – Erholungstempo nach dem intensiven Krafttraining gestern. Aber nach zwei Kilometern spürte ich diesen vertrauten Drang, schneller zu werden, zu pushen.
Heute habe ich Nein gesagt. Nicht aus Schwäche, sondern aus Disziplin. Mein Körper braucht Zeit, sich anzupassen. Die Muskeln müssen reparieren, der Geist muss atmen können. Ich erinnerte mich an das, was mir mein alter Trainer vor Jahren sagte: "Wer jeden Tag hundert Prozent gibt, gibt am Ende gar nichts mehr."
Meine heutige Routine sah so aus:
- 30 Min. lockerer Lauf (Zone 2)
- 15 Min. Mobility-Arbeit für Hüfte und Schultern
- Kalte Dusche (2 Minuten – immer noch eine Überwindung)
- Proteinreiches Frühstück: Rührei mit Spinat
Der kleine Fehler: Ich hatte gestern Abend das Foam-Rolling übersprungen, weil ich müde war. Heute Morgen waren meine Waden steif wie Bretter. Die Lektion? Erholung ist kein Bonus, sie ist Teil des Trainings. Man kann sie nicht aufschieben wie eine Netflix-Serie.
Nachmittags hatte ich eine kurze Unterhaltung mit einem Nachbarn beim Einkaufen. Er fragte: "Trainierst du jeden Tag?" Ich antwortete: "Fast. Aber manche Tage trainiere ich, mich auszuruhen." Er lachte, aber ich meinte es ernst. Aktive Erholung ist genauso wichtig wie der Gewichtheben oder Laufen.
Morgen steht wieder Krafttraining an – Fokus auf Oberkörper, mit besonderem Augenmerk auf saubere Form statt maximales Gewicht. Kleine Fortschritte, konstant wiederholt.
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