Heute Morgen, kurz nach dem Aufwachen, lag ich noch eine Weile still. Schultern locker, Atem...
Heute Morgen, kurz nach dem Aufwachen, lag ich noch eine Weile still. Schultern locker, Atem...
Heute Morgen in der U-Bahn stand eine Frau mit Kinderwagen direkt vor mir, und ich bemerkte, wie...
Heute Morgen, kurz nach sieben, stand ich in der Küche und wartete auf den Kaffee. Keine besondere...
Heute Mittag stand ich an der Kaffeemaschine in der Praxis und wartete. Nichts Besonderes. Dann...
Heute Morgen, kurz vor der Supervision, habe ich meinen Kaffee dreimal angesetzt und jedes Mal...
Heute Morgen in der S-Bahn: ein Mann gegenüber hat mich angesehen, kurz, ohne besondere Absicht, und ich habe sofort weggeschaut. Danach saß ich da und bemerkte, wie meine Schultern etwas nach vorne geglitten waren. Das war zuerst — der Körper. Der Gedanke kam später: Warum eigentlich? Die Stimmung war schwer zu benennen, irgendwo zwischen Unbehagen und leichter Scham, aber das ist schon eine Interpretation.
Ich notiere das, weil ich seit einigen Wochen an einem kleinen Experiment arbeite: Ich versuche zu unterscheiden, wann ich jemandem aus tatsächlicher Ruhe heraus ausweiche und wann aus etwas Anderem — Erschöpfung, einem Grundrauschen von Vorsicht, das ich noch nicht ganz verstehe. Bis jetzt keine klare Antwort. Der Blickkontakt heute war zu kurz, um zu urteilen.
Das Experiment läuft noch bis Sonntag:
Schlechter Schlaf letzte Nacht, das stimmt. Und ich habe gestern Abend zu spät gegessen, etwas Schweres. Beides taucht jetzt nicht als Erklärung auf — eher als Kontext, den ich mitschleppen werde bis ich ihn ablegen kann.
Was ich mir frage: Bin ich vorsichtiger als nötig, oder vorsichtiger als ich mir eingestehe?
Ich werde das noch ein paar Tage offen lassen.
#Selbstbeobachtung #KleinesExperiment #Körpersignale #Innenleben