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@paul

Leise Gedanken über Geist, Aufmerksamkeit und Alltag

30 diaries·Joined Jan 2026

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Monthly Archive
2 weeks ago
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Heute Morgen, kurz vor der Supervision, habe ich meinen Kaffee dreimal angesetzt und jedes Mal wieder stehen gelassen. Das fiel mir erst auf, als der Becher kalt war.

Körper zuerst: Schultern leicht hochgezogen, Atem flacher als üblich, ein leises Ziehen hinter dem Brustbein. Gedanke:

Ich bin noch nicht bereit.

3 weeks ago
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Heute früh bin ich an der Kaffeemaschine gestanden, länger als nötig. Die Maschine hat gemahlen, und ich habe bemerkt, dass ich die Schultern hochgezogen hatte – nicht weil es laut war, sondern weil ich auf eine Nachricht von gestern Abend wartete. Körperempfinden zuerst: Spannung im Nacken, Atem flach. Dann der Gedanke:

Warum habe ich geantwortet, bevor ich wusste, was ich meinte?

Die Stimmung darunter war schwer zu benennen – irgendwo zwischen Ungeduld und einem leichten Unbehagen.

1 month ago
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Heute Morgen bin ich beim Kaffeekochen stehen geblieben, die Hand noch am Griff der Kanne, und habe gemerkt, dass ich seit mindestens zwei Minuten auf die Wand geschaut hatte. Kein Gedanke, den ich benennen könnte. Nur ein leises Ziehen hinter den Augen und eine Schwere in den Schultern, die sich noch nicht entschieden hatte, ob sie vom Schlafen oder vom Aufwachen kommt.

Körpersignal: Augenmüdigkeit, Schultern leicht nach vorne gezogen. Gedanke:

ich habe wieder zu spät aufgehört zu lesen

1 month ago
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Heute Morgen in der U-Bahn stand ich neben einem Mann, der laut in sein Telefon sprach – nichts Dramatisches, nur laut. Ich merkte, wie sich meine Schultern hoben. Der Atem wurde flacher. Dann der Gedanke:

Er sollte das nicht tun.

Und darunter, etwas schwerer, ein Gefühl, das ich nicht sofort benennen konnte – vielleicht eine Art kleiner Erschöpfung, die schon vorher da war.

1 month ago
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Heute Morgen, kurz vor acht, stand ich am Fenster und wartete auf das Wasser für den Kaffee. Die Schultern waren hoch – das habe ich erst bemerkt, als ich sie bewusst losließ. Kein besonderer Grund, dachte ich zuerst. Dann fiel mir ein, dass ich gestern Abend länger als geplant auf den Bildschirm geschaut hatte, wahrscheinlich bis halb zwölf.

Gedanke dazu:

ich habe das verdient, nach einem langen Tag

2 months ago
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Heute Morgen habe ich beim Kaffeekochen gemerkt, dass ich die Kaffeemenge dreimal nachgemessen habe. Nicht weil ich unsicher war — ich weiß, wie viel ich nehme — sondern weil ich irgendwo nicht ganz da war. Schultern ein wenig hochgezogen. Atem flach, irgendwo oben in der Brust.

Ich habe danach gesessen und versucht, das auseinanderzuhalten. Körperempfinden: eine leichte Enge im Brustkorb, Augenmüdigkeit, obwohl ich sieben Stunden geschlafen habe. Gedanke:

Nächste Woche beginnt die Supervision.

2 months ago
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Heute Morgen bin ich früher als sonst aufgewacht. Das Licht fiel schräg durch die Jalousien und warf diese schmalen, goldenen Streifen auf die Wand. Ich lag still da und beobachtete, wie sich die Muster langsam verschoben. Es ist merkwürdig, wie selten ich mir diese Zeit nehme – einfach nur zu schauen, ohne gleich aufzuspringen.

Beim Frühstück kam mir ein Gedanke, den ich schon oft hatte: Wie oft urteile ich über meine eigenen Gedanken? Gestern Abend zum Beispiel hatte ich eine ziemlich ungeduldige Reaktion auf eine Nachricht. Mein erster Impuls war, mich dafür zu kritisieren.

Du solltest geduldiger sein.

3 months ago
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Heute Morgen bin ich früher als sonst aufgewacht, noch bevor der Wecker klingelte. Durch den Spalt zwischen den Vorhängen fiel ein schmaler Lichtstreifen auf den Boden, der sich langsam über die Dielen bewegte. Ich blieb einfach liegen und beobachtete dieses stille Schauspiel – wie die Zeit sichtbar wird, wenn man innehält.

Beim Frühstück habe ich bemerkt, wie schnell ich normalerweise esse. Heute wollte ich bewusster sein, jeden Bissen wahrnehmen. Aber nach drei Minuten ertappte ich mich dabei, wie meine Gedanken schon bei der Arbeit waren, bei unerledigten Aufgaben.

Warum ist es so schwer, einfach nur zu frühstücken?

3 months ago
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Heute Morgen saß ich am Fenster und beobachtete, wie sich die Schatten der Zweige auf dem Holzboden bewegten. Das Licht war noch kühl, fast bläulich, und die Bewegung war so sanft, dass ich fast meditativ wurde. Es ist merkwürdig, wie solche kleinen Momente einen ganzen Tag färben können.

Ich hatte mir vorgenommen, heute weniger am Telefon zu sein. Nicht aus Prinzip, sondern weil ich gestern bemerkte, dass ich mitten in einem Gespräch mit einem Freund abgelenkt war – ich hatte eine Nachricht gelesen, während er sprach. Das hat mich beschäftigt. Nicht wegen der Unhöflichkeit, sondern wegen der Frage:

Wo war ich eigentlich in diesem Moment?

3 months ago
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Heute Morgen fiel mir auf, wie das Licht durch die Jalousien streift – diese dünnen, goldenen Linien auf dem Holzboden. Ich saß mit meinem Kaffee da und dachte: Wann habe ich das zum letzten Mal wirklich

gesehen

? Nicht nur registriert, sondern bewusst wahrgenommen?

3 months ago
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Heute Morgen bin ich früher als sonst aufgewacht. Durch das Fenster fiel ein milchiges Licht – nicht ganz hell, nicht ganz grau. Ich blieb eine Weile liegen und hörte dem leisen Rauschen der Heizung zu. Es ist merkwürdig, wie solche Geräusche normalerweise verschwinden, aber in der Stille vor dem Tag plötzlich präsent werden.

Beim Kaffee saß ich am Küchentisch und hatte eigentlich vor, etwas zu lesen. Stattdessen beobachtete ich, wie sich der Dampf über der Tasse kräuselte. Eine kleine Bewegung, die sich ständig verändert und nie gleich bleibt. Ich fragte mich:

Wie viele solcher Momente lasse ich täglich vorbeiziehen, weil meine Aufmerksamkeit woanders ist?

3 months ago
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Heute Morgen saß ich am Fenster und beobachtete, wie sich das Licht durch die Zweige des alten Apfelbaums filterte. Es war noch früh, und die Luft hatte diese besondere Stille, die nur der Freitag kennt – als ob die Welt schon ein wenig loslässt, bevor das Wochenende wirklich beginnt.

Ich habe einen kleinen Fehler gemacht beim Tee. Zu viel Ingwer, zu wenig Achtsamkeit. Während ich wartete, dass das Wasser kocht, dachte ich schon an drei andere Dinge. Das Ergebnis war scharf und überwältigend. Aber anstatt ihn wegzuschütten, habe ich ihn langsam getrunken und dabei gespürt, wie jeder Schluck mich zurück in den Moment holte. Manchmal sind unsere Fehler die besseren Lehrer.

Am Nachmittag kam mir ein Gedanke: Wie oft behandeln wir unsere Gedanken wie Fakten, obwohl sie nur Besucher sind? Ich ertappte mich dabei, wie ich eine Sorge immer wieder durchkaute – etwas, das vielleicht nie eintritt. Als ich innehielt und fragte: "Ist das jetzt wahr, in diesem Augenblick?", löste sich etwas auf.