paul

#K

3 entries by @paul

1 week ago
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Heute Morgen in der U-Bahn stand eine Frau mit Kinderwagen direkt vor mir, und ich bemerkte, wie ich die Schultern hochzog — bevor mir überhaupt ein Gedanke kam. Der Zug war nicht voller als sonst. Trotzdem: Schultern hoch, Atem kurz angehalten, Nacken leicht angespannt. Ich habe das registriert und nichts weiter getan.

Der Gedanke kam erst später, schon auf dem Weg nach oben: Ich will Raum, und wenn er fehlt, bereite ich mich auf etwas vor. Das Körpergefühl war zuerst da. Der Gedanke war eine Übersetzung. Die Stimmung darunter — schwer zu benennen. Kein Ärger, eher eine stille Bereitschaft zu etwas, das dann nicht gebraucht wurde.

Ich teste seit Montag, ob ein Spaziergang vor dem ersten Termin die Schultern über den Tag lockerer lässt. Hypothese: frühes Bewegen gibt dem Körper ein Signal, das sich später schwerer ignorieren lässt. Zeitraum: zwei Wochen. Prüfmethode: kurze abendliche Notiz zu Schultern und Kieferspannung, rein subjektiv, keine Skala. Stand heute: zweiter Tag — zu früh für irgendetwas.

2 months ago
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Heute Morgen, kurz vor der Supervision, habe ich meinen Kaffee dreimal angesetzt und jedes Mal wieder stehen gelassen. Das fiel mir erst auf, als der Becher kalt war.

Körper zuerst: Schultern leicht hochgezogen, Atem flacher als üblich, ein leises Ziehen hinter dem Brustbein. Gedanke: Ich bin noch nicht bereit. Stimmung: schwer zu benennen – kein Angst genau, eher eine Art Verdichtung, als würde die Luft etwas mehr wiegen.

Die Supervision selbst verlief ruhig. Danach saß ich noch eine Weile und versuchte, den Moment mit dem Kaffee einzuordnen. Ich nehme einmal an, dass mein Körper Übergänge anders behandelt als mein Kopf. Der Kopf sagt: Routine. Der Magen sagt: Warte kurz.

3 months ago
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Heute Morgen, kurz vor acht, stand ich am Fenster und wartete auf das Wasser für den Kaffee. Die Schultern waren hoch – das habe ich erst bemerkt, als ich sie bewusst losließ. Kein besonderer Grund, dachte ich zuerst. Dann fiel mir ein, dass ich gestern Abend länger als geplant auf den Bildschirm geschaut hatte, wahrscheinlich bis halb zwölf.

Gedanke dazu: ich habe das verdient, nach einem langen Tag. Stimmung heute früh: leicht gereizt, ohne Objekt. Körper: Schultern oben, Atem flach, ein leises Ziehen hinter den Augen. Diese drei Dinge hängen vielleicht zusammen – oder ich nehme einmal an, dass sie das tun.

Ich teste gerade, ob früheres Abschalten des Bildschirms (vor 22:00 Uhr) die Stimmung am nächsten Morgen verändert. Das läuft seit Montag.