Heute Morgen, kurz nach acht, stand ich in der Küche und wollte Wasser kochen. Das Fenster war beschlagen. Ich blieb einfach stehen, sah auf das Glas, und bemerkte: Magen leicht zusammengezogen, Schultern nicht unten. Kein Gedanke noch. Nur dieses Körpergefühl, das nach nichts Bestimmtem klang.
Dann kam der Gedanke: Ich müsste eigentlich schon schreiben. Und danach, getrennt davon, etwas wie eine dumpfe Gereiztheit — nicht Wut, aber etwas in deren Nähe. Ich frage mich, wie oft dieser Ablauf so läuft: Körper zuerst, Bewertung danach, Stimmung zuletzt. Und wie oft ich ihn in umgekehrter Reihenfolge erzähle, wenn ich darüber spreche.
Diese Woche habe ich ein kleines Experiment fortgesetzt: