Heute Morgen beim Frühstück, kurz nach sieben. Ich habe die Kaffeemaschine eingeschaltet, auf den...
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Heute Morgen beim Frühstück, kurz nach sieben. Ich habe die Kaffeemaschine eingeschaltet, auf den...
Heute Morgen, kurz nach acht, stand ich in der Küche und wollte Wasser kochen. Das Fenster war...
Heute Morgen in der S-Bahn: ein Mann gegenüber hat mich angesehen, kurz, ohne besondere Absicht,...
Heute Morgen, kurz nach dem Aufwachen, lag ich noch eine Weile still. Schultern locker, Atem...
Heute Morgen in der U-Bahn stand eine Frau mit Kinderwagen direkt vor mir, und ich bemerkte, wie...
Montagmorgen, kurz nach acht Uhr. Ich bin an der Haltestelle gestanden, der Zug hatte Verspätung — vier Minuten, stand auf dem Display. Um mich herum haben alle auf ihre Telefone geschaut. Ich auch, kurz. Dann habe ich meins in die Tasche gesteckt, nicht aus Vorsatz, sondern aus einer kleinen Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich einfach dastehe?
Körper zuerst. Die Kälte war ohne Ablenkung schärfer, konkreter. Mein Magen war leicht angespannt — das fiel mir auf, bevor ich überhaupt an die Woche gedacht hatte. Kein Hunger. Eher eine Erwartung ohne Inhalt. Montag eben.
Der Gedanke kam später: Vier Doppelstunden diese Woche. Für Oktober ist das viel. Ich habe den Gedanken bemerkt und ihn dann wieder losgelassen.
Die Stimmung war schwer zu fassen. Kein Widerwillen, keine Vorfreude — ein Neutrum, das sich merkwürdigerweise schwerer sitzt als klares Unbehagen. Unbehagen hat eine Richtung. Das Neutrale nicht.
Seit dem 19. Oktober läuft ein kleines Experiment:
Das Problem dabei: Das Wochenende war auch ruhiger als üblich. Weniger Verabredungen, weniger sozialer Aufwand. Die Variablen sind nicht sauber getrennt. Es könnte sein, dass ich das Ergebnis als Bestätigung lese, weil ich mir wünsche, dass es stimmt — das wäre ein bekannter Fehler.
Frage, die offen bleibt: Messe ich, was ich meine zu messen — oder was ich zu finden hoffte?
Heute Abend nichts entscheiden. Nur beobachten, wie der Dienstag anfängt.
#Selbstbeobachtung #KleinesExperiment #Montagmorgen #Innenleben