Heute Morgen beim Frühstück, kurz nach sieben. Ich habe die Kaffeemaschine eingeschaltet, auf den ersten Schluck gewartet, und dabei gemerkt, dass meine Schultern hochgezogen waren — schon bevor der Tag wirklich angefangen hatte. Körperempfinden, kein Gedanke. Ich habe bewusst ausgeatmet, die Schultern fallen lassen. Sie kamen zurück. Das war interessant, nicht beunruhigend.
Der Gedanke kam erst danach: Heute ist Supervision. Die Stimmung: schwer zu benennen, etwas Zwischendrin — nicht Angst, nicht Vorfreude, eher eine wartende Anspannung. Ich kenne das Muster mittlerweile. Der Körper reagiert auf Supervisionsabende anders als auf normale Sitzungen, und ich verstehe noch nicht vollständig, warum. Eine Hypothese wäre, dass da Bewertung mitschwingt, auch wenn ich das bewusst ablehne. Ich lasse das für jetzt offen.
Seit Montag laufe ich ein kleines Experiment: