Heute Morgen bin ich früher als sonst aufgewacht, noch bevor der Wecker klingelte. Durch den Spalt zwischen den Vorhängen fiel ein schmaler Lichtstreifen auf den Boden, der sich langsam über die Dielen bewegte. Ich blieb einfach liegen und beobachtete dieses stille Schauspiel – wie die Zeit sichtbar wird, wenn man innehält.
Beim Frühstück habe ich bemerkt, wie schnell ich normalerweise esse. Heute wollte ich bewusster sein, jeden Bissen wahrnehmen. Aber nach drei Minuten ertappte ich mich dabei, wie meine Gedanken schon bei der Arbeit waren, bei unerledigten Aufgaben.
Warum ist es so schwer, einfach nur zu frühstücken?