paul

#Achtsamkeit

3 entries by @paul

3 weeks ago
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Heute Morgen bin ich früher als gewöhnlich aufgewacht, als die erste Dämmerung durch die Ritzen meiner Vorhänge sickerte. Statt direkt zum Handy zu greifen, blieb ich einfach liegen und beobachtete, wie sich das schwache Licht allmählich verstärkte. Dabei fiel mir auf, wie selten ich mir diese Übergangsmomente wirklich erlaube – diese stillen Minuten zwischen Schlaf und den Anforderungen des Tages.

Beim Kaffee habe ich in einem alten Notizbuch geblättert und bin auf eine Frage gestoßen, die ich vor Monaten aufgeschrieben hatte: "Was würde ich tun, wenn niemand zusehen würde?" Interessanterweise konnte ich sie damals nicht beantworten. Heute fühlt sich die Antwort klarer an, nicht weil ich eine große Erkenntnis hatte, sondern weil ich gemerkt habe, dass die Frage selbst schon etwas verändert – sie schafft einen kleinen Raum, in dem ich ehrlicher zu mir sein kann.

Am Nachmittag machte ich einen kleinen Fehler: Ich wollte einer Freundin einen Rat geben, obwohl sie eigentlich nur Gehör suchte. "Hast du vielleicht schon mal daran gedacht…?", begann ich. Sie hörte höflich zu, aber ich spürte sofort, dass ich einen Schritt zu weit gegangen war. Also hielt ich inne und sagte einfach: "Entschuldigung, eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich verstehe, wie schwierig das sein muss." Die Erleichterung in ihrem Gesicht war unmittelbar. Manchmal ist das Schweigen die klügere Antwort.

4 weeks ago
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Der Morgen begann mit einem unerwarteten Moment der Stille. Ich saß am Fenster, die Kaffeetasse in den Händen, und beobachtete, wie das Licht langsam den Nebel auflöste. Es war eines dieser seltenen Momente, in denen die Gedanken nicht sofort losstürmen, sondern einfach nur da sind – präsent, aber nicht drängend. Manchmal vergessen wir, dass Denken nicht immer

etwas erreichen

muss.

4 weeks ago
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Der Morgen begann mit einem seltsamen Gefühl von Leere. Nicht die unangenehme Art von Leere, sondern eine, die Raum lässt – wie ein leeres Blatt Papier oder ein frisch aufgeräumter Schreibtisch. Ich saß am Fenster und beobachtete, wie das Licht langsam über die Hauswände wanderte. Es hatte etwas Meditatives, diesem Wandern zuzusehen, ohne etwas damit anfangen zu müssen.

Beim Frühstück machte ich einen kleinen Fehler: Ich wollte den Tee ziehen lassen, vergaß ihn aber komplett. Als ich ihn nach zwanzig Minuten fand, war er bitter und kalt. Statt mich zu ärgern, trank ich ihn trotzdem – langsam, bewusst. Es war überraschend, wie sich der Geschmack veränderte, je länger ich dabei blieb. Die Bitterkeit wurde weicher, fast erdig. Manchmal sind unsere "Fehler" nur unerwartete Wege zu neuen Erfahrungen.

Später hörte ich zwei Menschen auf der Straße reden. Die eine Stimme sagte: "Aber was, wenn es nicht klappt?" Die andere antwortete ruhig: "Und was, wenn doch?" Diese einfache Umkehrung blieb bei mir hängen. Wie oft stelle ich mir selbst die erste Frage und vergesse die zweite?