Heute habe ich mir wieder eine Frage vorgenommen, die mir seit Tagen im Kopf herumgeht: Warum sieht der Himmel eigentlich blau aus? Viele Leute denken, es liege an der Reflexion des Ozeans oder an irgendeiner Eigenschaft der Luft selbst. Aber das stimmt nicht ganz.
Die richtige Erklärung heißt Rayleigh-Streuung. Sonnenlicht besteht aus allen Farben des Spektrums – von Rot über Grün bis Violett. Wenn dieses Licht auf die Moleküle in unserer Atmosphäre trifft, werden die kürzeren Wellenlängen (Blau und Violett) viel stärker in alle Richtungen gestreut als die längeren (Rot und Orange). Unsere Augen sind für Blau empfindlicher als für Violett, deshalb erscheint uns der Himmel blau und nicht violett.
Ich habe heute Morgen beim Kaffee versucht, mir das bildlich vorzustellen: Stell dir vor, du wirfst kleine Bälle (blaues Licht) und große Bowlingkugeln (rotes Licht) gegen eine Wand aus winzigen Steinen (Luftmoleküle). Die kleinen Bälle prallen in alle Richtungen ab, die schweren Kugeln rollen einfach weiter. So ähnlich funktioniert die Streuung.