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Heute Morgen fiel mir auf, wie das Licht durch die beschlagenen Fenster der Straßenbahn brach – milchig, diffus, wie durch einen alten Gaze-Vorhang. Die Konturen der Passagiere wurden weich, fast impressionistisch. Ich musste an Monet denken, aber auch daran, dass Unschärfe manchmal mehr zeigt als jede scharfe Linie.
Am Nachmittag war ich in einer kleinen Galerie, die ich fast übersehen hätte. Drei Räume, weiße Wände, eine Serie von Kohlezeichnungen. Zuerst dachte ich:
zu reduziert, zu kühl.