Der Nachmittag fiel durch die hohen Fenster der kleinen Galerie in der Seitenstraße, wo das Licht auf den weißen Wänden tanzte. Ich hatte diesen Ort fast zufällig entdeckt – eine Ausstellung zeitgenössischer Fotografien, schwarzweiß, ohne viel Ankündigung. Die Stille im Raum war beinahe greifbar, nur das leise Knarren der Holzdielen unter meinen Schritten.
Ein Bild hielt mich fest: eine verlassene Küche, der Wasserkocher auf dem Herd, ein halb geöffnetes Fenster. So einfach, so gewöhnlich – und doch lag darin eine Melancholie, die ich nicht sofort benennen konnte. Das Licht kam von links, hart und direkt, und warf lange Schatten. Die Komposition folgte der Drittelregel so präzise, dass es fast schon wieder rebellisch wirkte.
Es ist die Abwesenheit, die erzählt