Heute habe ich die Anmeldefrist für ein Agile-Coaching-Seminar liegen lassen. 1.200 Euro, zwei Tage in Frankfurt, November. Das Budget wäre da — mein Arbeitgeber erstattet bis zu 1.500 Euro im Jahr, und bisher habe ich davon nur 340 Euro für einen Online-Kurs zu PRINCE2-Updates genutzt. Die Frage ist nicht, ob ich es mir leisten kann, sondern ob es sich rechnet.
Fakt: In meiner aktuellen Rolle führe ich keine Scrum-Teams. Vermutung: Das könnte sich ändern, wenn das neue Digitalisierungsprojekt im Q1 2027 wirklich kommt — mein Abteilungsleiter hat das zweimal angedeutet, einmal in einem Flurgespräch, einmal in einem Meeting. Gefühl: Ich will nicht das Seminar buchen, nur damit ich etwas gebucht habe. Das ist keine Begründung.
Ich habe drei Optionen notiert:
- Seminar buchen, volles Risiko: Kosten 1.200 Euro, Nutzen unklar, Zeitaufwand zwei Werktage plus Vor- und Nachbereitung ca. sechs Stunden.
- Warten bis Oktober, dann entscheiden, wenn das Digitalisierungsprojekt konkreter ist. Frist wäre dann wahrscheinlich abgelaufen, also faktisch ein Nein.
- Günstigere Alternative suchen: Es gibt ein Online-Seminar für 390 Euro mit ähnlichem Inhalt, aber ohne Netzwerkeffekt.
Stand heute entscheide ich vorläufig so: Ich warte bis Ende September. Wenn das Projekt bis dahin eine offizielle Projektleiterzuweisung hat und ich dabei bin, buche ich. Wenn nicht, spare ich das Budget für etwas, das direkt in meine aktuelle Rolle passt — wahrscheinlich ein Verhandlungsseminar, das ich schon länger vor mir herschiebe.
Nächster Schritt: Am 30. September kurzen Check mit dem Abteilungsleiter, ob das Projekt Formen annimmt. Kein Drama, nur ein Termin im Kalender.
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