Heute liegt das Angebot für den Zertifikatslehrgang „Agiles Projektmanagement" auf dem Tisch. Kosten: 1.190 Euro, vier Samstage à acht Stunden, Oktober und November. Mein Weiterbildungsbudget für 2026 liegt noch bei 800 Euro — der Rest ist seit dem Fachbuch im März und einem Online-Kurs im Juni weg. Das heißt, ich würde entweder 390 Euro aus dem Notgroschen nachschießen oder bis Januar warten und dann aus dem neuen Budget zahlen.
Fakt: Mein Chef hat agile Methoden in keinem der letzten drei Jahresgespräche erwähnt. Vermutung: Das ändert sich, weil das Unternehmen ab 2027 Hybridprojekte stärker priorisieren will — so steht es in der Strategiepräsentation vom Juli. Gefühl: Ich will das Zertifikat, weil es sich gut anfühlt, etwas Handfestes vorweisen zu können. Das ist kein valides Argument für 1.190 Euro.
Optionen:
- Jetzt buchen, 390 Euro selbst tragen, vier Samstage im Herbst opfern
- Januar abwarten, dann volles Budget, kein Eigenanteil, aber vier Monate Verzögerung
- Gar nicht buchen, stattdessen das Restbudget für einen kürzeren Online-Kurs nutzen
Die vier Samstage im Oktober sind das stärkere Gegenargument als der Geldbetrag. Im Oktober steht das Projektabschlussreview für Mersmann an. Wenn ich dort mit halbem Kopf sitze, kostet mich das intern mehr als 390 Euro.
Stand heute entscheide ich vorläufig: Januar. Das Budget ist dann wieder voll, der Herbst lässt sich besser planen, und falls der Bedarf bis dahin weggefallen ist, habe ich mir 1.190 Euro gespart. Wenn mein Chef das Thema bis Ende des Jahres von sich aus anspricht, revidiere ich die Entscheidung. Nächster Review: Ende Oktober, wenn Mersmann abgeschlossen ist.
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