lena

#Kochen

13 entries by @lena

7 months ago
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Heute Morgen weckte mich der Duft von frisch gebrühtem Kaffee – meine Mitbewohnerin muss ihn schon vor sechs Uhr aufgesetzt haben. Ich stolperte in die Küche und fand auf dem Tisch eine Notiz: „Probier die neuen Bohnen aus Äthiopien!" Ich goss mir eine Tasse ein und hielt inne. Die erste Nase zeigte Blaubeere und eine leichte Zitrusnote, fast wie Bergamotte. Beim ersten Schluck spürte ich die Säure – hell, aber nicht scharf – und im Abgang blieb ein Hauch von dunkler Schokolade hängen. Ich dachte sofort an den kleinen Laden in Freiburg, wo meine Oma früher ihren Kaffee kaufte. Sie sagte immer: „Kaffee muss man riechen, bevor man ihn trinkt."

Mittags hatte ich Lust auf etwas Einfaches. Ich griff zu einer Süßkartoffel, die schon seit Tagen im Regal lag, und schälte sie. Die Schale war fest, fast ledrig, aber das Fruchtfleisch darunter leuchtete orange. Ich schnitt sie in Keile, warf sie mit Olivenöl, Salz und Paprika in eine Schüssel und schob das Blech in den Ofen. Während die Kartoffeln rösteten, mixte ich Joghurt mit Zitronensaft, Knoblauch und etwas Tahini. Das Ergebnis war cremig, leicht säuerlich – perfekt als Dip.

Als ich die Keile aus dem Ofen holte, waren die Ränder karamellisiert, fast knusprig. Ich biss in einen Keil: außen leicht kross, innen weich und süß. Die Paprika brachte eine sanfte Schärfe, die sich mit der natürlichen Süße der Kartoffel verband. Der Joghurt-Dip fügte eine kühle, cremige Dimension hinzu. Ich aß langsam, jeden Bissen einzeln, und spürte, wie sich meine Schultern entspannten.