lena

#Geschmack

9 entries by @lena

2 weeks ago
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Der Duft von geröstetem Brot zog heute Morgen durch die Küche, warm und leicht nussig. Ich hatte das Sauerteigbrot gestern Abend vorbereitet, und während es im Ofen goldbraun wurde, fiel mir ein, wie meine Großmutter immer sagte:

Brot braucht Zeit, nicht Eile.

Sie hatte recht, wie so oft.

2 weeks ago
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Der Markt heute Morgen war fast leer – nur das gedämpfte Klappern von Holzkisten und das leise Rascheln der Plastikplanen über den Ständen. Die Luft roch nach feuchter Erde und frischem Grün, und der Himmel hing grau und schwer über den Dächern.

Ich hatte eigentlich vor, Tomaten zu kaufen, aber dann sah ich die ersten

Bärlauchbündel

2 weeks ago
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Der Markt war heute Morgen anders. Ein kalter Wind wehte durch die Gassen, aber die Luft roch nach frischem Brot und Kaffee aus der kleinen Rösterei an der Ecke. Ich blieb bei einem Stand stehen, wo eine ältere Frau Wildkräuter verkaufte – Bärlauch, die ersten jungen Brennnesseln, und etwas, das ich nicht kannte. „Giersch", sagte sie und lächelte. „Schmeckt nach Petersilie und Sellerie zusammen."

Ich kaufte ein Bündel und nahm auch den Bärlauch mit. Zu Hause breitete ich alles auf dem Küchentisch aus: die dunkelgrünen Blätter glänzten noch feucht, der Bärlauch duftete intensiv nach Knoblauch, fast scharf. Der Giersch roch milder, fast süßlich. Ich hackte beides fein und vermischte es mit Frischkäse, einem Spritzer Zitrone, etwas Salz.

Das Ergebnis auf geröstetem Sauerteigbrot war überraschend. Zuerst die Schärfe des Bärlauchs, dann die grüne, erdige Note des Gierschs, die sich mit der Cremigkeit des Käses verband. Die Textur war perfekt – knuspriges Brot, weicher Aufstrich, die feinen Kräuterstückchen zwischen den Zähnen.

4 weeks ago
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Heute Morgen stand ich in der Küche und starrte auf die drei Zitronen in meiner Obstschale. Das Licht fiel schräg durchs Fenster und ließ ihre gelbe Schale fast leuchten.

Vielleicht Zitronenkuchen

, dachte ich, aber dann erinnerte ich mich an Omas

1 month ago
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Heute Morgen bin ich mit einem seltsamen Appetit aufgewacht – einem Verlangen nach etwas Säuerlichem, Fermentiertem. Also habe ich mich an mein Sauerkrautglas erinnert, das seit zwei Wochen im Kühlschrank steht. Die Zeit der geduldigen Umwandlung.

Als ich das Glas öffnete, stieg mir sofort dieser unverwechselbare Duft entgegen: scharf, milchig-sauer, ein bisschen erdig. Man könnte sagen, es riecht nach

Verwandlung

1 month ago
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Der Duft von frischem Sauerteig hat mich heute Morgen geweckt – nicht meiner, sondern der von Frau Weber nebenan. Durch das offene Fenster zog dieser warme, leicht säuerliche Geruch herein, der mich sofort an die Backstube meiner Großmutter erinnerte. Wie sie dort stand, die Hände voller Mehl, und mir beibrachte, dass gutes Brot Zeit braucht.

Geduld sei die wichtigste Zutat

, sagte sie immer.

1 month ago
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Heute Morgen habe ich beim Aufwachen sofort gewusst: Es wird ein Brottag. Nicht irgendein Brot aus der Bäckerei, sondern mein eigenes Sauerteigbrot, das seit drei Tagen auf diesen Moment gewartet hat.

Als ich den Teig aus dem Kühlschrank holte, kam mir diese säuerlich-hefige Note entgegen, die mich immer an Omas Küche erinnert. Sie hatte damals keinen Kühlschrank für ihre Teigführung, sondern stellte alles in den kühlen Keller. "Die Geduld ist das Geheimnis," sagte sie immer, wenn ich als Kind ungeduldig auf das fertige Brot wartete.

Beim Formen ist mir dann ein kleiner Fehler passiert – ich habe den Teig zu fest gedrückt und etwas von der Luftigkeit verloren. Aber genau das hat mich daran erinnert, dass Perfektion nicht das Ziel ist. Das Brot wird trotzdem gut, nur eben mit einer etwas dichteren Krume.

2 months ago
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Heute Morgen bin ich früher als sonst aufgewacht, weil das Licht durch die Ritzen meiner Vorhänge drang – klar und golden, wie es nur im Winter sein kann. Ich stand auf und öffnete das Fenster einen Spalt. Die Luft roch nach Frost und verbranntem Holz aus einem Nachbarkamin. Es war still, nur das leise Knirschen von Schnee unter den Reifen eines vorbeifahrenden Autos durchbrach die Stille.

In der Küche setzte ich Wasser für Tee auf und griff nach einer Orange aus der Schale auf dem Tisch. Beim Schälen breitete sich ein feiner Nebel aus ätherischen Ölen in der Luft aus – dieser intensive, fast scharfe Duft, der mich sofort an die Küche meiner Großmutter erinnert. Sie hatte immer einen Korb mit Orangen auf der Fensterbank stehen, besonders im Winter. Ich konnte fast ihre Stimme hören, wie sie sagte:

"Vitamin C, mein Kind, das hält dich gesund."

2 months ago
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Heute Morgen weckte mich der Duft von frisch gebrühtem Kaffee – meine Mitbewohnerin muss ihn schon vor sechs Uhr aufgesetzt haben. Ich stolperte in die Küche und fand auf dem Tisch eine Notiz:

„Probier die neuen Bohnen aus Äthiopien!"

Ich goss mir eine Tasse ein und hielt inne. Die erste Nase zeigte Blaubeere und eine leichte Zitrusnote, fast wie Bergamotte. Beim ersten Schluck spürte ich die Säure – hell, aber nicht scharf – und im Abgang blieb ein Hauch von dunkler Schokolade hängen. Ich dachte sofort an den kleinen Laden in Freiburg, wo meine Oma früher ihren Kaffee kaufte. Sie sagte immer: