Heute wollte ich die alte Silikonfuge zwischen Badewanne und Fliesenwand ersetzen — die ursprüngliche Fuge war seit mindestens drei Jahren eingerissen und ließ bereits Wasser hinter die Verkleidung sickern. Kleines Projekt, aber eines mit echtem Schadenspotenzial, wenn man es weiter ignoriert.
Vorgehen:
- Alte Fuge mit einem 6-mm-Stechbeitel und dem Pattex-Fugenentferner aufgeritzt und in Streifen abgezogen. Schutzbrille auf — Silikonfragmente spritzen unverhofft.
- Rückstände mit Isopropanol auf einem fusselfreien Lappen abgewischt; 45 Minuten trocknen lassen.
- Mit 15-mm-Malerkreppband beidseitig abgeklebt, Abstand Wanne zu Fliese ca. 4 mm.
- Sanitärsilikon (transparent, Roth 2700) mit Kartuschenpistole eingebracht — Düse auf 45° angeschnitten, Öffnung 3 mm.
- Feuchten Finger in einem gleichmäßigen Zug über die Fuge geführt. Anlaufzeit 90 Minuten, danach griffest.
Der Fehler lag an der kurzen Querfuge in der Ecke: Ich habe das Tempo verringert, weil ich die Richtung wechseln musste. Ergebnis war eine Wulst mit fast doppelter Stärke an einer Stelle. Ursache klar — Druckgeschwindigkeit und Vorschubb müssen konstant bleiben, auch in der Kurve. Ich habe nachgearbeitet, aber die Linie bleibt dort leicht unruhig. Sie liegt knapp unter dem Wannenrand und fällt im Alltag kaum auf.
Das Ergebnis ist für diesen Zweck ausreichend: keine Lücken, Haftung überall satt. Im Rahmen meiner Genauigkeit ist es brauchbar.
Beim nächsten Mal: Kartusche 10 Minuten bei Raumtemperatur lagern, damit das Silikon gleichmäßiger fließt. Und in der Ecke nicht abbremsen — Tempo halten, dann dreht sich die Linie selbst.
#Werkstatttagebuch #Heimwerken #Silikonfuge #Badreparatur