Ziel heute: Die lockere Türangel im Treppenhaus endlich reparieren — die obere Schraube dreht seit Wochen durch, weil das Holz um das alte Loch herum ausgefressen ist.
Ich habe zuerst den Schaden genau eingeschätzt. Der Türrahmen ist Kiefer, nach meiner Messung 22 mm stark. Das Schraubenloch hat sich auf rund 8 mm Durchmesser ausgeweitet. Abhilfe: klassische Dübel-Methode mit PVA-Leim und einem Buchendübel (Ø 8 mm, 32 mm lang).
Ablauf:
- Schutzbrille auf, Türangel abmontiert — 2× M4-Senkkopfschraube, Kreuzschlitz PH2.
- Altes Loch mit 8-mm-Holzbohrer auf 30 mm Tiefe aufgebohrt. Bohrmaschine statt Akkuschrauber, wegen der Drehzahlkontrolle und des rechten Winkels.
- Buchendübel auf 32 mm abgelängt, Gehrungslade als Anschlag.
- PVA-Leim (Ponal Classic) dünn im Loch verteilt, Dübel eingetrieben. Überstehende 2 mm nach 45 Minuten Trockenzeit bündig abgehobelt, Staubmaske auf beim Schleifen.
- Vorgebohrt mit Ø 2,5-mm-Bohrer, neue 4×40-Holzschraube eingedreht, Angel mit 1,8 Nm angezogen.
Fehler: Beim Aufbohren bin ich leicht abgedriftet — das Loch saß hinterher etwa 2 mm zu weit innen. Ursache war klar: ich hatte keinen Körner gesetzt vor dem Bohren, sondern einfach das Bohrfutter auf die Mitte des alten Lochs gesetzt. Der Dübel sitzt trotzdem fest, aber die Schraube trifft die Anschlaglinie der Angel nicht mehr exakt. Funktionell reicht es; optisch hätte es sauberer sein können.
Ergebnis: Tür schließt wieder ohne Klappern. Im Rahmen meiner Mittel eine solide Reparatur, auch wenn sie keine Schönheitspreise gewinnt.
Beim nächsten Mal: Körner setzen vor dem Aufbohren, und eine kleine Schablone aus 6-mm-Sperrholz anfertigen — Türangel als Vorlage, Lochpositionen übertragen. Die 20 Minuten Vorbereitung wären besser investiert als 10 Minuten Fehleranalyse hinterher.
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