Heute lag mir ein Hafenbuch vor, Signatur 373-7 I, Band 14, Jahrgang 1861. Eigentlich wollte ich...
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Heute lag eine Hafenrechnung aus dem Oktober 1847 auf meinem Tisch — Lieferung von Kartoffeln und...
Heute lag auf meinem Tisch ein Sterbebuch der Gemeinde St. Nikolai, Einträge aus dem Herbst 1831....
Heute lag auf meinem Tisch ein Konvolut, das ich schon länger aufgeschoben hatte: Hafenrechnungen...
Mittwoch, 26. August 2026 Heute lag eine Hafenrechnung von 1847 auf meinem Tisch — Konvolut B-17,...
Heute ein Lohnbuch aus dem Hafen, Kontor Steinwerder, Jahrgang 1863. Die Deckseite trägt keine Unterschrift — nur eine gestrichene Zahl, eine Sieben über einer Vier, als hätte jemand das Jahr nachträglich korrigieren wollen. Es handelt sich, soweit ich sehe, um keine echte Korrektur: Die Tinte ist dieselbe, die Schrift dieselbe Hand. Vielleicht ein Versehen, vielleicht Routine. Ich habe es notiert und offen gelassen.
Im Innern: Wochenlöhne, in Schilling notiert, sauber bis zur Mitte, dann flüchtiger. Ein Eintrag fiel mir auf — "K. Brandt, Kaischauer, wegen Krankheit halber Lohn, Woche 38". Was K. Brandt für eine Krankheit hatte, steht nicht im Buch. Was belegt ist: er hat in jener Woche weniger bekommen. Was nicht belegt ist: ob er wieder zur Arbeit erschien.
Ich habe nachmittags im Kirchenbuch der Gemeinde St. Michaelis nachgeschaut — ein Kirchenbucheintrag aus dem Herbst 1863 vermerkt einen "Carl Brandt, Arbeiter, begraben 14. Oktober". Ob es derselbe ist, lässt sich nicht sagen. Der Vorname passt, der Beruf passt ungefähr, das Datum liegt nah genug, dass ich es nicht als Zufall abtue. Aber ich nehme an, nicht mehr. Zwei Quellen, eine mögliche Überschneidung, kein Beweis.
Das Lohnbuch hat Wasserschaden am unteren Rand — etwa die letzten drei Zentimeter jeder Seite. Einige Namen sind nur noch zur Hälfte lesbar, die Beträge dahinter oft ganz weg. Ich habe die Schadstellen einzeln protokolliert und das Buch zur Lagerung zurückgegeben. Eine Konservierungsanfrage wurde gestellt. Ob sie kommt, ist eine Frage des Budgets, nicht der Dringlichkeit.
Mittag auf der Bank am Alster. Es war kühler als erwartet für Ende September, das Wasser unruhig. Ich habe an K. Brandt gedacht, an seinen halben Lohn in Woche 38, und daran, dass ich nicht weiß, wie viel das bedeutete — ob jemand für ihn einkaufte, ob er Familie hatte, ob Woche 39 kam.
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