Der Sonntagmorgen begann mit dem vertrauten Zischen der Espressomaschine. Während der Dampf aufstieg, fiel mir auf, wie das frühe Licht durch die Küchenfenster strömte – jenes besondere März-Licht, das gleichzeitig kühl und warm ist, als könne es sich noch nicht entscheiden.
Ich hatte mir vorgenommen, heute endlich das Focaccia-Rezept zu variieren, das ich seit Monaten backe. Diesmal wollte ich gerösteten Knoblauch statt rohen verwenden. Was für ein Unterschied, dachte ich, als der Duft aus dem Ofen strömte – süßlich, karamellisiert, ohne diese scharfe Note.
Beim Kneten des Teigs kam mir plötzlich die Küche meiner Großmutter in den Sinn. Ihre Hände, immer bemehlt, ihre Geduld beim Falten und Warten. Sie sagte einmal: „Gutes Brot verzeiht keine Eile." Ich verstehe erst jetzt, Jahre später, was sie meinte. Das Salz hatte ich fast vergessen – ein kurzer Schreckmoment, bevor ich es in letzter Sekunde noch einarbeitete.