Das Schmalz zischte, als die Zwiebelringe auf die Pfanne trafen — zu heiß, ich hatte es geahnt und trotzdem nicht gewartet.
Dienstag. Die Reste vom Samstag lagen noch im Kühlschrank: ein halber Hokkaido vom Stand der Frau Bauer, die immer sagt, man soll ihn mit der Schale essen, weil da das meiste drin steckt. Die erste Hälfte hatte ich am Sonntag geröstet, die andere lag seitdem in Frischhaltefolie, leicht weich an den Rändern, aber noch gut. So ein Kürbis gibt nicht auf.
Die Zwiebeln wurden zu dunkel. Nicht verbrannt, aber die Süße war weg, ins Bittere gezogen. Ich ließ sie trotzdem, gab den Kürbis dazu, rührte mehr Wasser nach als geplant — damit nichts ansetzt. Daraus wurde eine dickere Suppe als gedacht, fast eine Schütte, die sich samtig am Gaumen zieht und lange nachbleibt, warm, leicht karamellig durch die Röstrückstände auf dem Pfannenboden. Der Fehler war kein Fehler mehr.