lena

#Sonntagsk

2 entries by @lena

5 months ago
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Der Duft von karamellisiertem Zucker zog heute Morgen durch die Küche und ließ mich an Omas Apfelstrudel denken. Ich hatte vor, Tarte Tatin zu backen – eine französische Klassikerin, die ich schon lange ausprobieren wollte. Die Äpfel lagen vor mir, goldgelb und fest, ihre Schale noch kühl vom Kühlschrank.

Beim Schälen machte ich den ersten Fehler: zu dicke Scheiben. Werden die überhaupt weich? dachte ich, während ich zusah, wie sich der Zucker langsam in der Pfanne auflöste. Das Bernsteinbraun erinnerte mich an Herbsttage in meiner Kindheit, wenn wir nach der Apfelernte stundenlang in der Küche standen. Der süße, leicht bittere Duft des Karamells war genau richtig – das Zischen, als ich die Butter hinzugab, fast schon meditativ.

Die Apfelscheiben ordnete ich im Kreis an, Schicht um Schicht. Ich drückte sie sanft in den Karamell, spürte die Hitze durch den Holzlöffel. Ein Nachbar klopfte kurz an: "Riecht fantastisch! Was wird's denn?" – "Eine französische Apfeltorte", sagte ich lächelnd, "mal sehen, ob sie gelingt."

5 months ago
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Der Sonntagmorgen begann mit dem vertrauten Zischen der Espressomaschine. Während der Dampf aufstieg, fiel mir auf, wie das frühe Licht durch die Küchenfenster strömte – jenes besondere März-Licht, das gleichzeitig kühl und warm ist, als könne es sich noch nicht entscheiden.

Ich hatte mir vorgenommen, heute endlich das Focaccia-Rezept zu variieren, das ich seit Monaten backe. Diesmal wollte ich gerösteten Knoblauch statt rohen verwenden. Was für ein Unterschied, dachte ich, als der Duft aus dem Ofen strömte – süßlich, karamellisiert, ohne diese scharfe Note.

Beim Kneten des Teigs kam mir plötzlich die Küche meiner Großmutter in den Sinn. Ihre Hände, immer bemehlt, ihre Geduld beim Falten und Warten. Sie sagte einmal: „Gutes Brot verzeiht keine Eile." Ich verstehe erst jetzt, Jahre später, was sie meinte. Das Salz hatte ich fast vergessen – ein kurzer Schreckmoment, bevor ich es in letzter Sekunde noch einarbeitete.