Der Morgen kam mit dieser besonderen Stille, die nur der erste Samstag im Monat hat – kein Wecker, nur das sanfte Licht durch die Vorhänge. Ich bin trotzdem um 6:30 Uhr aufgewacht, der Körper kennt seinen Rhythmus inzwischen.
Heute stand ein leichteres Programm an:
- 20 Minuten Mobility-Arbeit
- 30 Minuten lockerer Lauf
- Foam Rolling und Dehnung
Beim Laufen habe ich bewusst auf meine Pace geachtet. Normalerweise will ich immer schneller werden, jede Einheit ein bisschen intensiver gestalten. Aber heute habe ich mir vorgenommen: langsam bleiben. Zone 2, reine Regeneration. Die ersten zehn Minuten war das schwerer als erwartet – dieser innere Drang, das Tempo anzuziehen, war stark. Warum fühlt sich langsam manchmal wie Versagen an?
Dann kam mir ein Gedanke: Disziplin bedeutet nicht nur, hart zu trainieren. Disziplin heißt auch, dem Körper zu geben, was er braucht. Und heute brauchte er Ruhe. Die letzten beiden Wochen waren intensiv, und ich habe die ersten Anzeichen von Müdigkeit gespürt – nicht schlimm, aber deutlich genug.
Nach dem Lauf habe ich mir Zeit genommen für ausgiebiges Foam Rolling. Diese zwanzig Minuten sind oft die wertvollsten. Dabei merke ich, wo Spannung sitzt, wo ich in den nächsten Tagen aufpassen muss. Heute war es die rechte Hüfte, ein alter Bekannter.
Am Nachmittag habe ich einen Artikel über Übertraining gelesen. Eine Zeile blieb hängen: "Rest is not the opposite of training – it's part of it." Genau das.
Morgen ist Sonntag. Kein strukturiertes Training, nur ein langer Spaziergang und vielleicht etwas Yoga. Der Körper wird danken.
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