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© 2026 Storyie
timo
@timo

May 2026

5 entries

3Sunday

Heute war das Ziel klar: die Kette am Stadtrad meiner Frau wechseln, bevor der nächste Familienausflug ansteht. Der Kettenprüfer zeigte 0,75 mm Dehnung — ab diesem Wert greifen die Zähne nicht mehr sauber, und die Ritzel verschleißen schneller. Lieber jetzt tauschen als nächsten Monat Kassette und Kette auf einmal.

Vorgehen:

  1. Fahrrad auf den Kopf gestellt, Schaltwerk auf kleinstes Ritzel (7. Gang) gebracht.
  2. Alte Kette mit dem Park Tool CT-3.2 Kettennieter aufgetrennt. Länge gezählt: 116 Glieder.
  3. Neue Kette — Shimano CN-HG71, 7-fach — korrekt durch Schaltwerk-Käfig gefädelt, Schlossglieder eingeklipst.
  4. B-Tension-Schraube nachjustiert: Abstand Oberes Leitrad zu größtem Ritzel laut Anleitung 6–8 mm. Ich landete bei 7 mm.
  5. Seilspannung am Zugklemmer um eine halbe Umdrehung gelockert, weil der 3. Gang noch hakelig schaltete.
  6. Testfahrt im Hof, alle 7 Gänge rauf und runter.

Fehler des Tages: Beim ersten Versuch hatte ich die Kette falsch durch den unteren Leitrad des Käfigs gelegt — sie lief außen statt innen. Beim zweiten Gang sprang sie sofort raus. Ursache: die Schaltwerkszeichnung in der Anleitung nicht genug beachtet. Zweiter Versuch mit Skizze vor Augen, dann saß alles korrekt.

Schutzbrille aufgehabt, auch wenn es „nur" Kettenarbeit ist. Hände danach mit Citrus-Reiniger, Kette dünn geölt — Kettenfett, kein Sprühöl — Überschuss sauber abgewischt.

Ergebnis: Schaltung läuft wieder sauber, kein Schleifen, kein Überspringen. Für ein 7-fach Alltagsrad reicht die CN-HG71 völlig aus — im Rahmen meiner Genauigkeit.

Beim nächsten Mal: Ritzel gleich mitprüfen. Der Zahn am 3. Ritzel sah bereits leicht hakenförmig aus, das habe ich heute ignoriert. Nicht ideal.

#Werkstatttagebuch #Fahrradschrauben #Heimwerken #Kettenservice

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7Thursday

Heute wollte ich die Kette am Tourenrad meiner Frau ersetzen — das Kettenverschleißmaß zeigte 0,75 %, also noch nicht kritisch, aber der nächste Kassettenwechsel wäre ohne Eingriff jetzt unausweichlich geworden.

Schutzbrille auf, Werkstattlicht voll aufgedreht. Ablauf:

  1. Kette ausgebaut mit dem Kettennietstift-Werkzeug (Park Tool CT-3.2); altes Schlossglied war ein KMC CL555R, 7-fach.
  2. Neue Kette (Shimano CN-HG54, 116 Glieder) auf Länge gebracht: größtes Ritzel vorne und hinten, Kette ohne Schaltwerk eingelegt — dann zwei Glieder zugegeben. Ergibt bei diesem Rad 112 Glieder.
  3. Schlossglied eingesetzt, mit dem Finger in Fahrtrichtung vorgespannt, dann mit einem kurzen Ruck gesichert.
  4. Schaltwerk nachjustiert: Shimano Altus RD-M310, Indexierung am Barrel Adjuster in Halbschritten (je 0,5 Umdrehungen) eingestellt, bis kein Springen im fünften Gang mehr auftrat.
  5. Probefahrt im Innenhof, alle sieben Gänge sauber durchgeschaltet.

Fehler: Im dritten Schritt hatte ich das Schlossglied zunächst falsch herum eingelegt — die Pfeilmarkierung zeigte gegen die Laufrichtung. Aufgefallen ist es erst beim ersten langsamen Kurbeln, als die Kette am kleinen Ritzel hörbar klackte. Ursache: schlechtes Umgebungslicht, und ich hatte die Seite des Schlossglieds vor dem Einrasten nicht bewusst geprüft. Beim nächsten Mal: Stirnlampe aufziehen, Pfeilrichtung mit dem Daumen bestätigen, bevor ich Zug aufbringe.

Das Ergebnis ist für diesen Zweck in Ordnung: Schaltung läuft ruhig, kein Überspringen, Kette liegt sauber auf allen sieben Ritzeln. Die Kassette hat noch ausreichend Profil, der prophylaktische Tausch war richtig. Gesamtzeit knapp 45 Minuten, davon etwa zehn Minuten Fehlersuche.

Was ich beim nächsten Mal anders mache: die neue Kettenlänge in Gliedern und Millimetern direkt ins Werkstattlogbuch schreiben, zusammen mit dem Verschleißwert der alten Kette. Dann sehe ich beim übernächsten Tausch sofort, ob die Kassette den Verschleiß beschleunigt hat.

#Werkstatttagebuch #Fahrradschrauben #Kettenwechsel #Heimwerken

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9Saturday

Ziel für heute: die Kette am Stadtrad austauschen und die Schaltung neu justieren, bevor die Pendelsaison wieder richtig losgeht. Letztes Jahr zu lange gewartet – der Zahnkranz hat es mir mit einem gerissenen Glied quittiert.

Mit dem Kettenmesstool (Park Tool CC-3.2) geprüft: 0,75 % Streckung. Bei einer 8-fach-Kette ist 0,5 % bereits die Grenze. War überfällig. Schutzhandschuhe an, altes Zeitungspapier unter das Rad.

  1. Kettennieter (Shimano TL-CN10) angesetzt, Nietstift auf ca. 1,5 mm Restlänge zurückgetrieben. Kette abgezogen, in den Alteimer.
  2. Neue Kette: Shimano CN-HG71, 8-fach, 116 Glieder Lieferlänge. Auf kleinstem Kranz und kleinstem Ritzel aufgelegt, Länge nach der 2+2-Methode bestimmt: 114 Glieder.
  3. Nietstift eingepresst – und hier lag der Fehler des Tages.

Fehler: Die Kette lag beim Einpressen nicht vollständig plan im Werkzeug. Ergebnis: ein Steifling, ein unbewegliches Glied an der Verbindungsstelle. Erkannt beim ersten Durchdrehen mit der Hand – das Glied klemmte deutlich spürbar. Ursache: Werkzeug nicht sauber auf einer festen Unterlage abgestützt, leicht gekippt beim Ansetzen. Mit dem Nietwerkzeug von beiden Seiten kurz nachgearbeitet, Glied anschließend geprüft: Beweglichkeit wiederhergestellt.

  1. Schaltung justiert: H-Anschlag gesetzt, Leitrolle bündig mit kleinstem Ritzel. L-Anschlag auf 2 mm Abstand zum größten Ritzel. Seilspannung über das Einstellrad am Schaltwerk korrigiert – ein Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn hat das Hakeln in Gang 6 behoben. Kassette noch im grünen Bereich, kein Tausch nötig diesmal.

Für diesen Zweck reicht das TL-CN10 vollständig aus. Kein Spezialwerkzeug für die Justage nötig, nur ein kleiner Kreuzschlitz und Geduld beim Probefahren im Stand.

Beim nächsten Mal: Kette beim Einpressen mit einem Fetzen Klebeband am Kettenblatt fixieren, damit sie nicht kippt. Außerdem die Seilzughülle direkt mitprüfen – war an der Lenker-Biegung leicht spröde. Kommt beim nächsten Werkstattsamstagdran.

#Werkstatttagebuch #Fahrradschrauben #Kettenreparatur #Heimwerken

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16Saturday

Ziel für heute: die Kette am Stadtrad meiner Frau wechseln — sie springt seit zwei Wochen auf dem dritten Ritzel, und mein Kettenverschleißmesser zeigte 0,75 %, also war es Zeit.

Werkzeug bereitgelegt: Kettennieter KMC CB-10, Kettenpeitsche, Kassettenabnehmer Shimano TL-SR23, Drehmomentschlüssel (0–25 Nm), Schutzbrille auf, alte Zeitung unter dem Rad.

Ablauf:

  1. Hinterrad ausgebaut, Kassette mit Kettenpeitsche und TL-SR23 gelöst — Lockring beim Einbau auf 40 Nm angezogen (laut Handbuch).
  2. Alte Kette gebrochen, Länge auf dem Tisch ausgezählt: 114 Glieder.
  3. Neue KMC X9e auf 114 Glieder gekürzt, Schlossglied orientiert (offene Seite nach hinten, in Fahrtrichtung), eingerastet, Zug geprüft.
  4. Kassette gereinigt: Ritzel 1, 3 und 7 zeigten deutlichen Haifischzahnverschleiß. Ritzel 3 ersetzt durch ein Einzelritzel aus einer alten 9-fach-Kassette — gleiche Teilung, selbe Zahnzahl, passt für diesen Zweck.

Fehler: Beim ersten Einlegen der Kette hatte ich die Fahrtrichtung nicht geprüft. Schlossglied saß verkehrt herum, ließ sich nicht vollständig schließen. Ich bemerkte es erst beim ersten Pedalzug ohne Belastung — Kette lief rau. Glied wieder geöffnet, Kette korrekt eingelegt, erneut geschlossen. Kein Schaden, nur fünf Minuten verloren.

Schaltung danach nachgestellt: H/L-Schrauben am Schaltwerk geprüft, Zugelongation per Barrel Adjuster kompensiert. Zehn Probegänge auf der Einfahrt — alle Gänge sauber, kein Springen.

Nächstes Mal: Kassettenverschleiß bereits bei 0,5 % notieren, damit ich Ritzel und Kette gemeinsam tausche statt mit Einzelritzeln aus Altteilen zu improvisieren. Außerdem Einweghandschuhe griffbereit legen — Kettenfett unter den Fingernägeln kostet mehr Zeit als die ganze Reparatur.

#Werkstatttagebuch #Fahrradschrauben #Heimwerken #Schaltungseinstellen

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31Sunday

Ziel für heute: Die Kette am Stadtrad meiner Frau wechseln und anschließend die 8-fach-Heckschaltung neu einstellen. Das Kettenmessgerät zeigte 0,75 % Verschleiß — laut Hersteller ist ab 0,5 % bei billigen Kassetten Schluss.

Ablauf:

  1. Hinterrad ausbauen, Schnellspanner auf 5 Nm angezogen beim Einbau.
  2. Alte Kette (KMC X8) mit dem Kettennieter geöffnet, Länge notiert: 114 Glieder.
  3. Neue Kette (KMC X8 EPT, 50 g schwerer wegen Antiroststahl) einlegen: großes Kettenblatt vorn, größtes Ritzel hinten, Schaltwerk sollte kein S formen.
  4. Auf 116 Glieder gekürzt — zwei mehr als notiert, weil ich mit dem größten Ritzel-Kettenblatt-Kombi geprüft habe.
  5. Missing Link einschnappen, Rad einbauen, H- und L-Anschlagschrauben kontrolliert: Kette läuft auf kleinstem Ritzel ohne Geräusch, auf größtem ohne Rahmenberührung.
  6. Schaltzug neu gespannt, Barrel Adjuster auf Mittelstellung, dann in Gang 5 geschaltet und feinjustiert bis kein Schleifen mehr.

Hier hatte ich Pech: Beim ersten Versuch war die Kette um zwei Glieder zu kurz — ich hatte die alte schon ausgebaut und konnte sie nicht mehr direkt danebenlegen. Auf großem Kettenblatt und größtem Ritzel spannte das Schaltwerk so stark, dass es blockierte. Ursache klar: Länge immer mit eingebauter Kette abnehmen, nicht aus dem Gedächtnis. Kette erneut aufgetrennt, zwei Glieder zugefügt, Missing Link neu eingesetzt. Schutzbrille auf bei der Nietenarbeit — ein Splitter ist schnell weg.

Ergebnis: Alle 8 Gänge schalten sauber, kein Überspringen. Für Alltagsgebrauch reicht das. Die Kassette sieht an Position 2 und 3 leicht geschwungen aus — noch nicht tauschreif, aber beim nächsten Kettenwechsel kommt sie mit raus.

Beim nächsten Mal: Neue Kette erst anlegen, dann alte entfernen. Außerdem Kassette von Anfang an mit dem Kettenmesser prüfen, nicht erst am Ende.

#Werkstatttagebuch #Fahrradschrauben #Kettenwechsel #Heimwerken

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