Heute wollte ich die Kellertür endlich reparieren — das linke Scharnier hängt seit Wochen, die Tür schleift am Boden und klemmt bei Regen noch stärker. Ziel: altes Scharnier ersetzen, Türzarge wieder lotrecht stellen.
- Tür ausgehängt, Schutzbrille auf, Werkbank freigeräumt. Alte Schrauben (4 × M4×40, Schlitzkopf) waren so fest korrodiert, dass zwei Köpfe beim Herausdrehen ausgerissen sind.
- Ausgerissene Löcher mit Zahnstocher und Weißleim ausgefüllt, 45 Minuten bei Raumtemperatur trocknen lassen.
- Neues Scharnier: einfaches Stahl-Kloband 100 mm aus der Restekiste, kein Markenteil nötig. Vorbohrung 2,5 mm gesetzt, damit das ausgebesserte Holz nicht reißt.
- Schrauben: 4 × 4,5×40 Spanplattenschraube, Kreuzschliff. Anzug per Hand-Schraubendreher — kein Akkuschrauber, zu leicht zu überdrehen in weichem Restholz.
- Tür eingehängt, Spaltmaß geprüft: oben 3 mm, unten 4 mm. Für eine Kellertür im Rahmen meiner Genauigkeit akzeptabel.
Fehlerlog: Das Ausreißen der Schraubenköpfe hätte ich nicht erwartet. Ursache: Rost unter dem alten Lack hatte die Köpfe mit dem Holz verklebt. Wäre mit WD-40 und 10 Minuten Wartezeit zu verhindern gewesen. Ich habe einfach sofort gedreht — Fehler.
Die Tür schließt jetzt ohne Schleifen, auch bei leichtem Gegendruck. Schloss greift beim ersten Versuch. Ergebnis: für diesen Zweck reicht es.
Beim nächsten Mal würde ich ausgebesserte Löcher erst mit einem 3-mm-Bohrer nachbohren, sobald der Leim trocken ist — die Schraube lief diesmal nicht ganz sauber an, weil das Holz noch leicht nachgab.
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