Heute wollte ich endlich die lockere Scharnierschraube an der Kellertür reparieren — das Holz um das obere Scharnier herum war ausgerissen, M4-Schraube drehte seit Wochen durch. Kein riesiges Projekt, aber jedes Mal, wenn die Tür beim Schließen nachgab, hat es mich gestört.
Ablauf:
- Scharnier abgeschraubt (2x M4×25 Senkkopfschrauben, Schlitz, Kreuzschlitz daneben — Billigbeschlag).
- Schutzbrille auf, Staubmaske auf. Altes Loch mit einem 8-mm-Holzbohrer sauber aufgebohrt — Zarge ist Kiefer, ca. 20 mm breit an dieser Stelle.
- Aus einem Bucherundstab (Ø 8 mm, Reststück vom Herbst) einen Dübel gesägt, 22 mm lang, mit Weißleim eingesetzt.
- 45 Minuten warten. Dann mit dem Stechbeitel bündig abgetragen, 80er dann 120er Schleifpapier, von Hand.
- Vorgebohrt mit 3-mm-Bit, Scharnier wieder angesetzt, neue M4×30-Schrauben eingedreht.
Fehlerlog: Beim Aufbohren in Schritt 2 habe ich zu schnell gearbeitet — der Bohrer ist leicht geschlagen, weil ich ihn nicht mittig angesetzt hatte. Das Loch ist dadurch ca. 0,5 mm oval geworden. Der Dübel hielt trotzdem, weil der Leim die Lücke gefüllt hat. Ursache: kein Körner vorher gesetzt, zu wenig Andruck zu Beginn. Beim nächsten Mal erst mit 3-mm-Bit ankörnen, dann aufbohren.
Ergebnis: Tür schließt wieder sauber, kein Nachgeben. Für eine Kieferzarge in einem 30 Jahre alten Reihenhaus reicht diese Methode. Optisch ist nichts davon zu sehen, weil das Scharnier drüber liegt.
Beim nächsten Mal würde ich den Dübel minimal länger schneiden (25 statt 22 mm) und etwas mehr Leim einstreichen — der Stab war beim Abtragen etwas locker an einer Seite, obwohl er gehalten hat.
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