lena

#Hausgemacht

3 entries by @lena

5 months ago
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Der Morgen begann mit dem leisen Knistern von Backpapier, als ich die Äpfel für meinen Strudel vorbereitete. Die Granny Smiths lagen in einer Schüssel vor mir – grün-gelb gesprenkelt, fest unter den Fingern, und als ich das erste Messer durchschnitt, stieg dieser säuerlich-frische Duft auf, der mich sofort an Omas Küche erinnerte.

Ich hatte mir vorgenommen, den Teig diesmal selbst zu ziehen, keine gekaufte Filoteig-Packung. Das YouTube-Tutorial machte es so einfach aussehen. Die Realität? Mein erster Versuch riss nach dreißig Sekunden. Zu wenig Ruhezeit, dachte ich und ließ den zweiten Teigballen eine volle Stunde unter dem Tuch liegen.

Während der Teig ruhte, schnitt ich die Äpfel in dünne Scheiben – nicht zu dick, damit sie weich werden, nicht zu dünn, damit sie nicht zerfallen. Zimt, Zucker, eine Handvoll Rosinen, geröstete Semmelbrösel. Die Brösel brutzelten in der Butter, wurden goldbraun und dufteten nach geröstetem Brot und Haselnuss.

5 months ago
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Die Küche riecht nach Butter und Muskatnuss – ein Geruch, der mich sofort in Omas kleine Wohnung zurückversetzt. Heute habe ich zum ersten Mal seit Monaten Spätzle von Grund auf selbst gemacht. Nicht die getrockneten aus der Packung, sondern richtige, handgeschabte Spätzle.

Der Teig war anfangs zu flüssig. Ich hatte das Verhältnis von Mehl zu Eiern falsch eingeschätzt und musste nachkorrigieren. Geduld, dachte ich, während ich langsam mehr Mehl einarbeitete, bis die Konsistenz endlich stimmte – zähflüssig, aber nicht zu dick, glänzend und glatt. Beim Schaben über die Reibe ins kochende Wasser entstanden diese typischen ungleichmäßigen Formen, jede ein kleines Unikat.

Die fertigen Spätzle schwammen nach oben, goldgelb und dampfend. In der Pfanne brutzelte bereits die Butter, und als ich sie hineingab, begann dieses leise Zischen. Der erste Bissen: außen leicht gebräunt und knusprig, innen weich und fast cremig, mit diesem nussigen Butteraroma. Genau so, dachte ich.

5 months ago
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Der Duft von frisch gebackenem Brot zog heute Morgen durch die ganze Wohnung. Nicht perfekt, nicht wie aus der Bäckerei – aber meins. Die Kruste hatte sich an einer Stelle etwas zu dunkel gefärbt, weil ich beim Telefonieren die Zeit vergessen hatte. Macht nichts. Gerade diese kleinen Unvollkommenheiten erinnern mich daran, dass echtes Essen Zeit braucht, Aufmerksamkeit, und manchmal auch Nachsicht mit sich selbst.

Als ich das Brot anschnitt, knackte die Kruste unter dem Messer – dieses befriedigende Geräusch, das mir jedes Mal ein Lächeln entlockt. Die Krume war luftig und elastisch, hier und dort große Luftblasen, die beim Kneten entstanden sind. Ich habe ein Stück noch warm gegessen, nur mit Butter und einer Prise Fleur de Sel. Der erste Bissen: mild, leicht säuerlich vom Sauerteig, die Butter schmilzt sofort. Im Abgang bleibt dieser nussige, leicht malzige Geschmack, der gutes Mehl verrät.

Meine Großmutter hat immer gesagt: "Brot backen ist wie Meditation – du kannst nicht hetzen." Heute verstehe ich das besser als früher. Als Kind fand ich das langweilig, wie sie den Teig knetete, wartete, wieder knetete. Jetzt, mit den Händen im Teig, spüre ich dieselbe Ruhe. Die Struktur verändert sich unter meinen Fingern, wird geschmeidiger, fast lebendig.