Heute Morgen hat der Bereichsleiter gefragt, ob ich die vertretungsweise Abteilungsleitung übernehmen möchte — Dietmar fällt ab September für mindestens sechs Wochen aus, wahrscheinlich länger. Kein zusätzliches Gehalt, kein offizieller Titel, aber „mehr Sichtbarkeit im Haus". Ich habe mir Bedenkzeit bis Freitag erbeten.
Was ich weiß (Fakt): Die Stelle bringt schätzungsweise 8–10 Stunden Mehraufwand pro Woche. Teamgespräche, Eskalationen, Abstimmungen mit dem Einkauf — Dinge, die Dietmar bisher selbst erledigt hat. Mein laufendes Projekt, die Kapazitätsplanung Q4 mit Abgabe Oktober, bleibt vollständig meine Verantwortung.
Was ich vermute: „Sichtbarkeit" bedeutet in diesem Unternehmen selten eine spätere Beförderung. Das habe ich 2019 schon einmal erlebt: drei Monate kommissarische Leitung, danach eine freundliche Rückmeldung und die Stelle extern besetzt. Ich bin nicht verbittert, aber ich rechne nicht mehr damit.