Der Morgen begann mit einem seltsamen Geräusch – mein Wecker fiel vom Nachttisch, als ich danach griff. Ein kleiner Moment des Chaos, aber irgendwie passend. Manchmal braucht man diese unerwarteten Wachmacher, um sich daran zu erinnern, dass nicht jeder Tag perfekt abläuft. Und das ist in Ordnung.
Heute stand ein intensives Beintraining auf dem Plan, aber ich habe eine wichtige Entscheidung getroffen: statt der geplanten fünf Sätze Kniebeugen habe ich nach drei aufgehört. Meine Knie haben mir signalisiert, dass sie noch von Montag ermüdet waren. Vor einem Jahr hätte ich weitergepusht, aus reinem Pflichtgefühl. Jetzt verstehe ich: Disziplin bedeutet auch, auf den Körper zu hören.
Nach dem Training saß ich in der Umkleide, und eine jüngere Frau fragte mich: "Wie bleibst du so konsequent?" Ich musste kurz überlegen. "Ich bin nicht jeden Tag motiviert," sagte ich ihr. "Aber ich erscheine trotzdem. Das ist der Unterschied." Sie nickte nachdenklich. Solche Gespräche erinnern mich daran, warum ich diesen Weg überhaupt gewählt habe.