Die Katze saß auf der Fensterbank, als ich das Manuskript fallen ließ. Hundert Seiten streuten sich über den Boden wie welkes Laub, und ich stand da, beide Hände leer, und beobachtete, wie der Wind durch den Spalt das oberste Blatt davontrug.
Es war die dritte Fassung. Die dritte Version einer Geschichte, die ich nicht zu Ende erzählen konnte. Immer, wenn die Protagonistin an den See kam – diesen stillen, dunklen See, den ich aus meiner Kindheit kannte – verstummte etwas in mir. Die Worte wurden zu Steinen, sanken hinab, und ich saß vor dem leeren Bildschirm wie vor einer verschlossenen Tür.
Heute habe ich etwas begriffen.