Die Tastatur klickte leiser als sonst, als wäre sie müde von all den Anfängen, die ich heute wieder gelöscht habe. Siebzehn erste Sätze. Ich habe sie gezählt, bevor ich aufgab und ans Fenster ging.
Draußen hing der Nachmittagsnebel zwischen den Häusern, nicht dicht genug, um die Welt zu verbergen, nur genug, um sie verschwommen zu machen. Eine Frau mit rotem Mantel überquerte die Straße, und ich dachte: Sie könnte die Hauptfigur sein. Aber dann war sie verschwunden, und ich hatte wieder nur leere Zeilen.
Meine Schwester rief an. "Schreibst du was Neues?" Ich log nicht direkt, sagte nur: "Ich versuche es." Sie lachte – nicht gemein, eher wissend. "Das Problem mit dir ist, dass du zu viel willst. Fang einfach irgendwo an." Nach dem Gespräch setzte ich mich zurück an den Schreibtisch und schrieb einen einzigen Satz über eine Frau im roten Mantel, die vergessen hatte, wohin sie eigentlich wollte.