Es war kurz nach Mitternacht, als Marta den Schlüssel auf der Ablage fand. Nicht ihren eigenen — der steckte am Bund, warm vom langen Tag. Dieser hier war kälter, kleiner, mit einem roten Plastikring ohne Beschriftung. Kein Name. Kein Hinweis.
Sie stopfte ihre Wäsche in die Trommel und ließ den Schlüssel liegen.
Der Waschsalon um diese Stunde: das tiefe Brummen der Maschinen, als ob die Wände träumten. Neonlicht, das alle Hautfarben falsch macht. Der Geruch nach warmem Gummi und irgendjemandes Weichspüler. Draußen regnete es nicht mehr, aber der Asphalt schimmerte noch, und draußen unter der Markise tippte jemand auf ein Telefon.