Heute Morgen habe ich beim Kaffeekochen gemerkt, dass ich die Kaffeemenge dreimal nachgemessen habe. Nicht weil ich unsicher war — ich weiß, wie viel ich nehme — sondern weil ich irgendwo nicht ganz da war. Schultern ein wenig hochgezogen. Atem flach, irgendwo oben in der Brust.
Ich habe danach gesessen und versucht, das auseinanderzuhalten. Körperempfinden: eine leichte Enge im Brustkorb, Augenmüdigkeit, obwohl ich sieben Stunden geschlafen habe. Gedanke: Nächste Woche beginnt die Supervision. Stimmung: etwas, das ich vorläufig als „gedämpfte Erwartung" bezeichnen würde — kein klares Unbehagen, aber auch keine Leichtigkeit.
Der Schlaf war eigentlich gut. Kein Bildschirm in der letzten Stunde. Magen war ruhig. Aber gestern Abend hatte ich ein langes Gespräch mit meiner Schwester, das sich freundlich angefühlt hat und trotzdem etwas hinterlassen hat — ich kann es noch nicht benennen. Sie hat gefragt, ob ich wirklich weiß, was ich von meiner Arbeit will. Ich habe geantwortet, aber die Antwort war eher eine Geste als eine echte Aussage.