Die Frau im Café hatte ihre Tasse dreimal umgestellt, bevor sie endlich trank. Von der Fensterbank zur Tischmitte, wieder zurück, dann an den Rand. Ich saß in der Ecke mit meinem Notizbuch und tat so, als würde ich nicht hinschauen. Meine Finger spielten mit dem Stift, drehten ihn zwischen Daumen und Zeigefinger – eine alte Gewohnheit, wenn ich nachdenke.
Warum beobachtest du fremde Menschen? fragte die Stimme in meinem Kopf. Das ist seltsam. Das ist aufdringlich.
Das ist Recherche, antwortete ich stumm. Das ist, wie Geschichten entstehen. Aber war es das wirklich? Oder war es einfach nur die Unfähigkeit, im Moment zu sein, ohne ihn sofort in Worte verwandeln zu wollen?