Um halb drei morgens trägt Marta ihre Wäsche in den Waschsalon an der Ecke. Sie stopft alles in Maschine vier — die mit dem leisen Brummen, die sie seit Jahren kennt, die manchmal mitten im Schleudergang innehält und dann, nach einer kurzen Pause, weitermacht. Dann setzt sie sich auf den orangen Plastikhocker und wartet.
Ein Mann sitzt schon dort, am anderen Ende der Reihe. Er liest nicht, schaut nicht auf sein Telefon. Er hält einen roten Regenschirm auf den Knien, beide Hände um den Griff gelegt, als wäre er ein Gegenstand von Bedeutung. Sein Mantel ist trocken. Er muss schon länger hier sein.
Sie nickt. Er nickt. Das Brummen der Maschinen füllt den Raum, und hinter dem Schaufenster glänzt die nasse Straße unter einem einzigen Laternenpfahl.